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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 14:59 
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Wien, 26. April 2007


Sehr geehrter Herr Präsident Dr. Császár!
Sehr geehrter Herr Dr. Zakrajsek!


Für Ihr letztes Schreiben betreffend legaler Waffenbesitz und Entwurf zur Waffenrichtlinie darf ich mich herzlich bedanken.

Selbstverständlich verstehe ich Ihre Sorgen bezüglich des Entwurfs zur Änderung der Richtlinie über die Kontrolle des Erwerbs und des Besitzes von Waffen. Ich kann Ihre Argumente sehr gut nachvollziehen, einem unbescholtenen rechtschaffenen Bürger muß der Zugang zu legalen Waffen erhalten bleiben.

Ihre Stellungnahme zur Änderung der Richtlinie habe ich erhalten und werde gemeinsam mit meinen Kollegen aus der rechtsdemokratischen Fraktion ITS gerne in Ihrem, in unserem Sinne für unsere gemeinsame Sache handeln.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas Mölzer
MdEP


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 15:35 
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Aha, ein Gesinnungswandel also. Aber wen überrascht's bei einem Politiker. Vor kurzen waren wir ja noch strammteutsch gegen "... amerikanische Verhältnisse ...".

Aber auf jeden Fall zu begrüßen, der Gesinnungswandel. Vielleicht gibt der Strache auch in anderen Bereichen endlich vernünftiges vor.


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 15:38 
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Nicht ganz, denn gegen die Verschärfung war ja der Mölzer jedenfalls, nur in der Einleitung war das nicht gut formuliert.


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 15:48 
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Ah, OK. Dann war das nur ein kurzes Beschwichtigungsnicken zum Zeitgeist hinüber, bevor man das nicht-wahnsinnige, also nicht-zeitgeistige, macht.

Da will ich keine Steine werfen, das Resultat zählt.


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 18:12 
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Hallo,

welche Stellungnahme hat er erhalten, beziehungsweise gibts diese auch hier irgendwo nachzulesen?

Georg

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"The problem with Socialism is that eventually you run out of other people's money"
Lady Margaret Thatcher


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2007, 09:11 
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Haben die Abgeordneten von SPÖ und ÖVP keine Antworten geschrieben?

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Einigkeit macht stark!
Vivat et res publica, gloriosa Austria.

Bin interessiert an österreichischen Ordonnanzwaffen & Zubehör, auch Exportmodelle (ab 1800)


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2007, 10:59 
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Nachfolgend der seinerzeitige Brief der IWÖ an Abgeordneten Mölzer


Sehr geehrter Herr Abgeordneter!

Viele unserer Mitglieder haben den EU-Abgeordneten wegen des Entwurfs zur Verschärfung der Waffenrichtlinie geschrieben, der von der Grünen-Abgeordneten Kallenbach vorgelegt worden ist. Auch von Ihnen ist einigen unserer Mitglieder eine Stellungnahme zugekommen.

Wir stimmen Ihnen bei, wenn Sie meinen, eine Entwaffnung der Bevölkerung (gemeint ist wohl nur der rechtstreue, anständige Teil der Bürger) würde „weit über das Ziel hinausschießen“.

Der restliche Teil Ihres Briefes hat aber unter unseren Mitgliedern und bei allen Besitzern legaler Schußwaffen (Jägern, Sportschützen und Waffensammler), die davon Kenntnis erlangt haben, Befremden und heftigste Ablehnung ausgelöst.

Sie schreiben nämlich, daß es zu befürworten wäre, wenn in der EU ein scharfes Waffenrecht herrscht, welches „amerikanische Zustände verhindert“. Es ist aber klar erwiesen, daß ein scharfes Waffenrecht keineswegs in der Lage ist, „amerikanische Zustände“ – was immer das sein mag – zu verhindern. Das Waffenrecht regelt nämlich nur jene Bedingungen, unter denen in einem demokratischen Rechtsstaat ein rechtstreuer Bürger Schußwaffen erwerben, besitzen und führen darf. Straftäter bedienen sich aber fast ausnahmslos illegaler Waffen; durch ein scharfes Waffengesetz ist somit keinerlei positive Auswirkung auf die Verbrechensrate zu erwarten.

Im Gegenteil: Wie die Erfahrungen aus Großbritannien, wo der Besitz von Faustfeuerwaffen und sonstigen Verteidigungswaffen seit 1997 verboten ist, zeigen, hat ein solches Verbot verheerende Auswirkungen auf die Kriminalitätsentwicklung. Die Zustände in London und anderen englischen Großstädten dürften hinlänglich bekannt sein, die Kriminalitätsrate ist dort explodiert, der Schwarzmarkt mit illegalen Waffen blüht. Ausgerechnet Straftaten mit Feuerwaffen haben enorm zugenommen. Allein von 2004/05 auf 2005/06 haben Raubüberfalle in Wohnungen um fast die Hälfte zugenommen. Das ist sicher kein Zufall, denn die Täter können sicher sein, auf vom Staat entwaffnete Opfer zu treffen.

Hingegen sind die „amerikanischen Zustände“ seit langem nur mehr ein Phantasieprodukt schlecht informierter Journalisten. In den letzten Jahren ist die Kriminalitätsrate in den USA um mehr als 40% gesunken, hauptsächlich deshalb, weil man dort die Waffengesetze liberalisiert hat und rechtschaffenen Bürgern das Tragen von Schußwaffen für Verteidigungszwecke gestattet. In London ist es inzwischen gefährlicher als in jeder amerikanischen Stadt.

Die österreichischen Waffenbesitzer hätten sich also von einem freiheitlichen EU-Abgeordneten eine andere Stellungnahme erwartet, umso mehr, als bisher die FPÖ stets zum legalen Waffenbesitz und unserem bewährten und praktikablen Waffenrecht gestanden ist und bei letzten Nationalratswahlkampf ausdrücklich erklärt hat, bei jeder Verschärfung des Waffengesetzes entschlossen Widerstand leisten zu wollen. Das ist auch vom Wähler entsprechend honoriert worden.

Wir lehnen den Entwurf der Abgeordneten Kallenbach in vollem Umfang ab. Er ist aus dem Geist des Totalitarismus geboren und will Zustände in ganz Europa herstellen, wie sie vor der Wende nur in der DDR geherrscht haben. Er wird einen ungeheuren Verwaltungsaufwand auslösen, den Waffenschwarzmarkt befördern, die rechtstreuen Bürger entwaffnen und enteignen und den Verbrechern freie Bahn schaffen.

Wir erlauben uns, Ihnen, sehr geehrter Herr Abgeordneter, unsere Stellungnahmen zum Kallenbach-Entwurf zu übermitteln. Wir hoffen, daß diese fundierte Kritik zu einer Meinungsbildung im Sinne unserer Intentionen beitragen wird.


Mit freundlichen Grüßen


Univ.-Prof. i.R. Dr. Franz Császár Präsident
Dr.GeorgZakrajsek Generalsekretär


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BeitragVerfasst: 1. Juni 2007, 14:21 
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Ein sehr gutes Schreiben !!

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Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd!
(chin. Weisheit)


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BeitragVerfasst: 14. Juni 2007, 18:21 
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na hoffentlich bewirkts was :wink:


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BeitragVerfasst: 14. Juni 2007, 19:36 
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Hat es ja schon! Lest das Interview Straches in der nächsten Nummer der IWÖ-Nachrichten. Es zahlt sich aus!


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