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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 13:45 
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Hallo alle,

ich bitte Euch um Eure Mithilfe.

Nachdem ich gestern wieder mal eine hitzige Diskussion zum Thema Privatwaffenbesitz hatte, in der mir Unterlagen gefehlt haben, hab ich mich entschlossen, die Initiative zu ergreifen und eine Broschüre für uns alle zu machen, die das Thema deppensicher und seriös aufbereitet. Nachdem ich dafür den beruflichen Hintergrund habe, wird das Ding sicher was brauchbares, sofern ich gute Inhalte zusammenbekomme.

Es soll jedenfalls eine übersichtliche Argumentationshilfe werden, die man jemanden in die Hand drücken bzw. weitermailen kann, der den Fakten, wenn er sie nur hört, keinen Glauben schenkt.

Ich brauche daher Eure Hilfe, um alle wichtigen Argumentations-Punkte zu bekommen. Auch Bildmaterial (Karten, Diagramme, etc.) wäre von Vorteil.

Vor allem brauchen wir griffige Beispiele, und ich denke, dass wir auch gleich die Gegen-Argumente dazu nennen sollten, und diese auch gleich wieder entkräften sollten. Neutrale Quellen und konkrete Zahlen sind extrem wichtig.

Bin für Infos, Anregungen und Ergänzungen dankbar!

lg digital

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Digital - Nr. 5415
"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 15:16 
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kriege gehen immer von staaten aus, wie kann es sein, dass der staat, rechtsnachfolger eines kriegsführenden staates (dafür restituieren wir und gelten wir ab - seit jahrzehnten), der selber waffen hortet, mich, der ich hin und wieder pappscheiben durchlöchere, als gefahr für die gesellschaft einstuft. laut verfassung sollte doch die gewalt von mir, dem volk ausgehen. du bist doch auch dieser meinung?

wenn wir entwaffnet werden, haben nur noch verbrecher waffen - da bist du doch auch dagegen, oder?

nur verbrecherische totalitäre regime haben ihre bürger entwaffnet. die nazis genauso wie die kommunisten. du bevorzugst doch keines dieser verbrecherregime sondern bist demokratischer österreicher, oder?

du glaubst, wenn jemand waffen zuhause hat, wird er sie unweigerlich gegen unschuldige verwenden. das ist nicht das, was du tun wirst, wenn du versehentlich eine in die finger bekommst? ... siehst du, wir auch nicht

grundsätzlich kann man alle AWN-argumente verwenden und umdrehen (ist es das, was du tun wirst...). wichtig ist nur, dass man in der fragenden position bleibt. wer fragt, führt. sobald du antwortest, verteidigst du dich und bist in der defensive. auch wenn der noch so einen schas redet, bleibst du immer fragend (du hast gesagt, ... bist du der meinung...).

die wollen äußerst selten argumente hören, da geht´s nur ums rechthaben. wennst ihn argumentativ aufblattelst, geht er in die bunkerstellung und ist justament dagegen, bei frauen kommt dann meist ein- "das interessiert mich nicht, mach doch, was du willst...", gefolgt von einem pffffhhh (wehe du machst, was du willst :-) ). die AWNs sind da net viel anders. du wirst ins rechte eck gestellt, als psycho abgetan zu 99% impotent etc. und das wars. also net zu viel herz ins gespräch investieren.

in den seltenen fällen, wo die leute interessiert sind, ist das natürlich was anderes. ruhig, sachlich argumentieren, statistiken selten verwenden (interessiert keinen), eher fragen stellen, dass sie selber draufkommen (bist du nicht auch der meinung, dass eine waffe, also ein gegenstand aus metall, holz und/oder kunststoff in verantwortungsvoller hand ...), zum schießen einladen, die angst nehmen, nix technisches faseln.

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wo ist meine signatur hin?


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 16:03 
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Ich denke, es wäre zuerst zweckmäßig, alle Pro- und Contra-Argumente zu sammeln um sie dann bearbeiten zu können - ungeachtet dessen, wie sinnvoll oder sinnlos sie aus erster Sicht sind. Dass Argumente meist in zwei Richtungen gedreht werden können ist eh klar.

Hauptsache, es sind Argumente, die immer wieder vorkommen. Um wirklich eine seriöse Broschüre auf die Beine zu stellen, werden wir auch gängige schlechte Pro-Waffen-Argumente aufgreifen müssen, und aufzeigen, dass diese z.B. nicht der Wahrheit entsprechen.

So, was mir so einfällt:
Pro
- Privatwaffenbesitz (PWB) hat generalpräventive Wirkung.
- PWB ist ein Grundrecht
- Die Polizei kann (uns soll) nie allgegenwärtig sein.
- Legalwaffen sind quasi nie Tatwaffen
- Schusswaffen machen nur einen geringen Bruchteil der Kriminalität aus
- Straftaten mit Legalwaffen stehen erfolgreiche Selbstverteidigungs- und Abwehrfälle gegenüber, die aber nicht im gleichen Ausmaß erfasst werden.
- Waffen werden einfach medial stärker thematisiert
- Nur totalitäre Regime entwaffnen ihre Bürger
- Die öffentliche Ordnung kann auch in entwickelten Zivilisationen in Katastrophenfällen zusammenbrechen
- Es gibt viele andere Waffen, die genauso gefährlich sind, über die aber nie diskutiert wird
- Legalwaffenbesitzer sind intensiv überprüft
- Verschärfungen der Waffengesetze entwaffnen nur die rechtstreuen Bürger
- Verbrecher kümmern sich nicht um Waffengesetze

Contra
- Schau Dir Amerika an, dort sind mehr Waffen und es passiert mehr.
- In Europa gibt es kaum Amokläufe
- Waffen steigern Selbstmorde
- Waffen werden vorrangig gegen die Familie eingesetzt
- Keiner braucht eine Waffe, ausser Polizei, Jäger
- Wenn ich keine Waffe habe, warum soll ein anderer eine haben (dürfen)
- Gewalt erzeugt Gegengewalt: Gegenseitiges Aufrüsten bringt Eskalation
- Ich fühle mich bedroht, wenn ich weiss, dass andere eine Waffe in der Öffentlichkeit führen
- Statistiken beweisen nichts / sind gefälscht / stimmen nicht / sind nur ausrisse.
- Es gibt Statistiken, die nachweisen, dass PWB sich negativ auswirkt.
- Es gibt Studien, die beweisen, dass ...
- Hast Du es notwendig, eine Waffe besitzen zu müssen?

lg digital

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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 17:42 
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Eine sehr interessante Seite mit guten Argumenten hat ein "schiessender Grüner" zusammengestellt. :D Er betrachtet dies vor allem aus schweizer Sicht, aber im Wesentlichen gelten diese für uns auch.

http://www.thorstenheitzmann.ch/ansichten.htm#waffen

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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 18:31 
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Ich find's trotzdem nicht richtig, neben für auch wider aufzulisten. Das übernehmen eh schon die AWN. Die schreiben nie die PROs, sondern ausschließlich die CONTRAs. Die PROs aufzulisten ist die Aufgabe der Waffenbesitzer.
Man sollte den AWN nicht noch zusätzlich Munition liefern. Das wär einfach patschert.

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Waffengalerie:


OA-15


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 19:50 
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Zitat:
Ich find's trotzdem nicht richtig, neben für auch wider aufzulisten.
Naja, gerade das ermöglicht es, sich entsprechende Argumente gegen diese "wider" zurechtzulegen.
Was meist nicht allzu schwer ist.


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 19:51 
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kann man sowas ned in verbindung mit der iwö gleich machen? ohne einem "verein" dahinter sieht sowas immer gleich unbedeutender aus

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mfg Chris

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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 20:23 
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Waffenverbote reduzieren nicht die Gewaltkriminalität.
Bestes Beispiel dafür ist die Situation in England.

Wenn von den "bösen" USA die Rede ist, kann man mit Russland oder Mexiko kontern.
Dort sind trotz restriktiver Waffengesetze bzw. Verbote die Verbrechensraten viel höher als in den USA.

Hilfreich ist ein Verweis auf folgende Statistik:
http://www.nationmaster.com/graph/cri_m ... per-capita
Mit ihr kann man die These "Strengere Waffengesetze bedeuten weniger Morde" widerlegen.

Freundliche Grüsse,
fischeg3,
4998


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 20:56 
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Zitat:
Hilfreich ist ein Verweis auf folgende Statistik:
http://www.nationmaster.com/graph/cri_m ... per-capita
Mit ihr kann man die These "Strengere Waffengesetze bedeuten weniger Morde" widerlegen.
Ja, und bitte schaut auf Nr.2. Dort gibt es jetzt ein sehr strenges Waffengesetz, und was hat es geholfen? :evil:


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2007, 22:06 
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ich möchte euren Eifer ja nicht bremsen, aber habt ihr euch schon jemals auf der IWÖ-Service-Seite die Fachartikel durchgelesen?
Da gibt es alles, was hier zur Sprache kommt, bereits in druckfertiger Form .... besonders die Broschüre "Waffenrechtsdebatte" von unserem Franz Schmidt ist sehr empfehlenswert. In der "heissen" Phase Ende der 90er Jahre entstanden, war es wohl das erste größere zusammenhängende Dokument dieser Art in Österreich.

:roll:

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Der Weg ist das Ziel ! ---- aber wo ist der Weg?
(frei nach Messner)

Mitglied Nr. 364


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BeitragVerfasst: 1. Juli 2007, 22:30 
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Die Argumentarien gibt es schon, wie Franz ganz richtig bemerkt hat. Ergänzen kann man natürlich immer, aktualisieren auch.
Bitte nehmt also das, was vorhanden ist und arbeitet daran herum. Es heißt ja nicht, daß das, was vorhanden ist, schon das beste wäre.


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BeitragVerfasst: 2. Juli 2007, 07:12 
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Beiträge: 1237
Wohnort: Wean
Ich kann es nur als positiv beurteilen, wenn die Leute sich Gedanken machen. Nicht ist so gut, daß man es nicht verbessern könnte.

Gruß
Peter


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BeitragVerfasst: 2. Juli 2007, 10:09 
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Beiträge: 4774
Zitat:
Ich muß mich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen
Mach keine Geschichten!


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BeitragVerfasst: 2. Juli 2007, 11:21 
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Beiträge: 1385
Wohnort: südlich von Wien
@ alle
Vor allem geht es mir in diesem Thread darum, Argumente, vor allem Gegenargumente, zu sammeln, und wenn geht, gleich auch eine Entkräftung dazu zu hören. Es geht darum, die Punkte möglichst vollständig beieinander zu haben. In der Form gibt es - so weit ich es zumindest gefunden habe - glaube ich keine Unterlagen von der IWÖ?

Betreffend Statistiken und Kartenmaterial würde es mich freuen, wenn Sachkundige einfach auf konkretes Material verweisen.
Zitat:
kann man sowas ned in verbindung mit der iwö gleich machen? ohne einem "verein" dahinter sieht sowas immer gleich unbedeutender aus
Schauen wir mal, was raus kommt. Ob das dann ein IWÖ-Logo trägt, oder nicht, ist der letzte Schritt und muss einfach besprochen werden. Manchmal könnte es besser sein, einfach nur ein Kompendium zu haben, ohne sich gleich irgendwo direkt zuzuordnen. Die Bandbreite "pro Waffenbesitz" ist groß, und deckt sich z.B. nicht immer mit dem landläufigen Verständnis des Begriffes "liberaler Waffenbesitz". Wie gesagt, darüber sollte man reden, wenn das Ding fertig ist.

@ Warnschuss
Gerade das Widerlegen der Gegenargumente ist der wichtige Punkt. Wenn wir alle Gegenargumente gesammelt haben, und diese Punkt für Punkt widerlegt haben, dann haben wir alles, was wir brauchen. Auf Pro-Argumente aufzubauen, nützt meist nicht viel.

@FSchmidt
Das finde ich sehr gut, dass ein Argumentarium gibt, gefunden habe ich es jetzt nach nochmaligem Schauen aber trotzdem nicht.

Leider ist die IWÖ-Hauptseite durch die Fülle der Informationen etwas unübersichtlich. Das ist auch das Problem: Kaum jemand, der nicht umfassend interessiert ist, wird sich so eine Fülle an Informationen überhaupt nur ansatzweise ansehen.

Deswegen fände ich es auch gut, etwas zu erstellen, das alles zusammen fasst.

Mein Ziel wäre, die Informationen visuell und strukturell gut aufzubereiten. Wenn es da schon etwas Gutes gibt, bin ich sehr dafür, darauf aufzubauen. Vielleicht kannst Du mir ja auch dann und wann mit Deinem Wissen helfen und Feedback geben?

Ich hoffe auch, Deine und die die Zustimmung der IWÖ zu bekommen, die Unterlagen für das Projekt - in unserem Sinne - nutzen und bearbeiten zu können.

Ich will wie gesagt das Rad nicht neu erfinden, sondern am liebsten das was es gibt neu aufbereiten, und - möglichst unter Mithilfe anderer - in eine aktualisierte Form gießen.

lg digital

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BeitragVerfasst: 2. Juli 2007, 11:37 
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Eine Frequently Asked Questions Sammlung mit dem Hintergrund von Franz Arbeit wäre tatsächlich nicht schlecht- für die Hompeage und auf Papier. Also Fragen wie "sind Waffen zum Töten da?" oder "wer braucht eine Waffe?" kurz und eloquent beantwortet. Eine Art Spickzettel für Diskussionen.


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