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BeitragVerfasst: 22. April 2007, 22:26 
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na eben kaliber, die nicht mehr produziert werden. oft genug schon erlebt und deswegen von solchen waffen abstand genommen!

irgendwie wird jede surplus-muni in kalibern die nicht mehr produziert werden zu einem sammlerobjekt, oder?

mfg Stefan
Ok, wenn wir über .450-577 Martini Henry, 11mm Werndl, oder Muni fürs Mauser 71 reden, lasse ich es mir einreden. Da gibt es aber auch wirklich nur mehr Sammlermunition und die verschießt auch keiner mehr bzw. 99% davon würden wohl gar nicht mehr losgehen.
Ob Sammelobjekt oder nicht hängt sicher vor allem von der Verfügbarkeit ab, d.h. wieviel von dem Zeug noch am Markt ist.

Als Wiederlader gibt es eigentlich kaum eine Waffe für die man nicht Munition machen könnte. Es ist eher eine Frage der Kosten.

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 Betreff des Beitrags: Wiederbelebung
BeitragVerfasst: 23. April 2007, 00:44 
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2 Beispiele zum Thema Wiederbelebung ...


Meines Wissens tauchen wirkliche Probleme nur bei Patronen mit Randzündern auf, wie sie z.B. bei Derringern oft Verwendung fanden und bei Stiftfeuerwaffen. Bei ersterem hilft allerdings eine Adapterhülse mit dezentraler Aussparung für eine 6 mm Flobert Platz Patrone im Boden. Davor etwas Pulver und eine Kugel und aufgehts ....

Auch bei Stiftfeuerwaffenmunition kann man improvisieren. Visier hat da mal eine .45 ACP Patrone plan geschliffen. Auf der Seite ein Löchlein reingebohrt und einen Stahlstift durchgesteckt, welcher im inneren der Hülse in ein Vorderladerperkussionskäppchen hineinreichte. Nach dem fertiglaborieren mit Pulver und Geschoss, konnten damit recht gute Resultate erzielt werden. Vom Aufsehen am Schießstand einmal abgesehen.

Sind so ziemlich die einzigen Probleme die mir einfallen. :D


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 09:32 
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Vorigen Monat war ich dabei wie ein Kollege erfolgreich ein österreichisches Wenzelgewehr (Randzünder!) wiederbelebte. er hatte sich die Hülsen selbst aus Messing gedreht, exzentrisch Löcher zur Aufnahme einer Hülse .22lr gebohrt und diese so ausgestatteten Hülsen mit Schwarzpulver und selbstgegossenen Bleigeschossen geladen.
Die Idee ist aufgegangen und das alte Gewehr hat wieder Blei gespuckt. :D

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 09:49 
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@JLE
das mit der .22lr hört sich gut an, wäre das auch bei anderen Kalibern möglich? z.B. mit den österreichischen 11mm Werndl, 8mm Gasser, 8mm Steyr, 8x50, 8x56R?

wenn wir schon beim Thema sind, wie oft kann man eine Hülse wiederladen, deren Lebensdauer wird wohl auch begrenzt sein?

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 11:58 
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Aber die von Dir aufgelisteten Kaliber sind ja alles Zentralzünder, die kann man ja bequem mit Boxerzündern oder bei älteren Hülsen mit Berdanzündern laden. Dieses Gewehr, System Wenzel ist in einem Randzünderkaliber (ähnlich wie eine gigantische .22lr Patrone) und solche Hülsen gibt es nirgendwo und die kann man eigentlich auch nicht selber machen, weil man dazu eine Tiefziehpresse und was weiß ich noch alles braucht. Da kann man gleich eine Munitionsfabrik kaufen. :D
Der Kollege drehte sich aus Vollmaterial Ersatzhülsen in die exzentrisch ein Loch zur Aufnahme der .22'er Hülse (ohne Geschoss und Pulver natürlich) gebohrt wurde. Die .22'er Hülse fungiert dabei nur als Zündhütchen. Dann kommt die Ladung aus Schwarzpulver, etwas Gries als Dämmittel und ein passendes Bleigeschoss darauf. man muß dabei nur achten daß die Patrone exakt mit der .22'er Hülse vor dem Schlagbolzen zu liegen kommt, denn sonst würde dieser ja irgendwo daneben auf die Messinghülse schlagen wo es nichts zu zünden gibt.
nach dem Schuß wurde die .22'er Hülse mittels Splintentreiber ausgestoßen und die Basishülse konnte von neuem geladen werden. 8)
Zitat:
@JLE
das mit der .22lr hört sich gut an, wäre das auch bei anderen Kalibern möglich? z.B. mit den österreichischen 11mm Werndl, 8mm Gasser, 8mm Steyr, 8x50, 8x56R?

wenn wir schon beim Thema sind, wie oft kann man eine Hülse wiederladen, deren Lebensdauer wird wohl auch begrenzt sein?

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:00 
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Ist das Laborieren von Berdan-Munition eigentlich nur aufwändiger oder auch sonst nicht rentabel. Viele Wiederlader scheuen diese Hülsen ja wie der Teufel das Weihwasser. Die 7,5 x 55 Berdanhülsen stapeln sich langsam bei mir.


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:39 
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Zitat:
Aber die von Dir aufgelisteten Kaliber sind ja alles Zentralzünder, die kann man ja bequem mit Boxerzündern oder bei älteren Hülsen mit Berdanzündern laden.
erst denken dann posten, sorry hätte ich eigentlich wissen müssen :oops:
eigentlich hätte die Frage ein wenig anders lauten sollen ...

Wiederlader von diversen Schützenvereinen haben mir erzählt, daß es bei den alten Österreichern durch fast nicht vorhandenes Material zu Problemen kommen kann z.B. Hülsen und Geschoße für 8mm Gasser bzw. 8mm Steyr und bei 8x56R sollen die Hülsen nicht oft verwendbar sein. Stimmt das oder habe ich da etwas falsch interpretiert?

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:43 
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Ich habe auch schon gesammelt. Berdanhülsen sind halt mühsam zu entzündern:

hydraulisch (= Sommerspiele 8) )
oder mittels Berdanzange.

Manche alte Hülsen oder Patronen werden auch wieder - mit Boxerzündung - neu aufgelegt, so soll die 8x50R bzw. 8x56R bei Johannsen wieder aufgelegt worden sein (Quelle: Buch H&N Wiederladen) siehe hier: http://www.johannsen-jagd.de/pdfdateienweb/seite106.pdf

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 22:30 
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8mm Steyr und 8mm gasser sind in der Tat nicht einfach zu laden. Munition gibt es zwar von Fiocci aber die ist wirklich extrem teuer und leider ist die Hülsenqualität sehr schlecht weil zu dünn und spröde. Ein Kollege hat genervt alle Hülsen nach dem ersten (!) mal wiederladen wegschmeißen können weil 2 Drittel davon eingerissen sind. Die passenden Geschosse sind auch kaum erhältlich. Manche verwenden .312'er von der 32.S&W long aber die sind auch viel zu dünn und müßten eigentlich eher .316-.317 Durchmesser haben. Bleibt eigentlich nur selber mit Custommatrizen Mantel Geschosse pressen oder halt Bleigeschoße gießen.

8x50R und 8x56R sind auch so ein Kapitel Die 8x56R benötig eigentlich .329'er Geschosse mit ca. 200gr während in der 8x50R 240gr schwere Ogivalgeschosse mit .324 verwendet wurden. Beide sind nur zu Apothekerpreisen von ein paar Custumgeschoßherstellern zu beziehen.
Viele probieren es dann halt mit den gebräuchlicheren .323'er geschoßen für die 8x57IS aber die sind halt doch zu untermaßig (8x56R) oder einfach zu leicht bzw. haben dadurch einen zu kurzen Führungsteil (8x50R) um wirklich präzise zu schießen.

Die Originalhülsen sind ok. Überhaupt verstehe ich gar nicht was so viele gegen das Wiederladen von Berdanhülsen haben. Es geht watscheneinfach mit dem RCBS Berdan Decapper - wie Stricken geht das!!

Ich schieße z.B. im K31 ausschließlich originale berdangezünderte GP11 Hülsen und auch in .30-06 verwende ich ÖJP Surplus Hülsen mit Berdanzündung. Alles no Problem!
Die GP11 Hülsen sind übrigens sehr gut, da kommen sogar die Normas nicht ran, denn die sind auffällig dünn im Bodenteil und machen bald schlapp.

Zitat:
Zitat:
Aber die von Dir aufgelisteten Kaliber sind ja alles Zentralzünder, die kann man ja bequem mit Boxerzündern oder bei älteren Hülsen mit Berdanzündern laden.
erst denken dann posten, sorry hätte ich eigentlich wissen müssen :oops:
eigentlich hätte die Frage ein wenig anders lauten sollen ...

Wiederlader von diversen Schützenvereinen haben mir erzählt, daß es bei den alten Österreichern durch fast nicht vorhandenes Material zu Problemen kommen kann z.B. Hülsen und Geschoße für 8mm Gasser bzw. 8mm Steyr und bei 8x56R sollen die Hülsen nicht oft verwendbar sein. Stimmt das oder habe ich da etwas falsch interpretiert?

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BeitragVerfasst: 24. April 2007, 08:34 
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Registriert: 21. März 2007, 21:58
Beiträge: 1703
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Eine Reihe von 3 Artikeln, die das Thema behandeln.

http://www.surplusrifle.com/shooting200 ... /index.asp

http://www.surplusrifle.com/shooting200 ... /index.asp

http://www.surplusrifle.com/shooting200 ... /index.asp

Der erste Artikel ist über die hydraulische Methode und der letzte Artikel ist über das RCBS Werkzeug.

So lang Berdanzündhütchen vorhanden sind, ist der vollständige Prozess wirklich ziemlich einfach.

LG

Austro Boer


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BeitragVerfasst: 24. April 2007, 23:10 
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Registriert: 26. Januar 2006, 00:47
Beiträge: 4516
Zitat:
Viele probieren es dann halt mit den gebräuchlicheren .323'er geschoßen für die 8x57IS aber die sind halt doch zu untermaßig (8x56R)
Haben die deutschen nicht ungarische Mannlichergewehre auf 8X57 umbauen lassen? Dabei allerdings nur den Verschluß und das Lager, den Lauf selbst aber nicht verändert?


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BeitragVerfasst: 25. April 2007, 09:15 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:20
Beiträge: 623
Zitat:
Zitat:
Viele probieren es dann halt mit den gebräuchlicheren .323'er geschoßen für die 8x57IS aber die sind halt doch zu untermaßig (8x56R)
Haben die deutschen nicht ungarische Mannlichergewehre auf 8X57 umbauen lassen? Dabei allerdings nur den Verschluß und das Lager, den Lauf selbst aber nicht verändert?

Es waren die Jugoslawen nicht die Deutschen. Was sie da genau gemacht habenw eiß ich nicht, aber wenn sie die Originalläufe mit Zugdurchmessern von .328-.330 verwendet haben kann es nicht besonders präzise geworden sein.

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BeitragVerfasst: 25. April 2007, 17:14 
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Hab jetzt was in einem Buch gefunden:
Das ungarische Gewehr 1935(Mannlicher Schönauer System), ist angeblich ab 1940 zum Gewehr 98/40 umgebaut worden.
Die ungarischen Läufe für die 8X56R hätten demnach 7,87mm von Feld zu Feld gemessen und wären damit enger gewesen als der deutsche mit 7,90 und daher unverändert geblieben.
Kann das nun stimmen?


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