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BeitragVerfasst: 1. September 2006, 19:40 
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Zitat:
Nun ja Bier und Waffen halte ich für eine ganz schlechte Kombination. Da gibts sicher viele Polizisten die für sowas null Verständnis haben.
NaNa, jetzt laß aber die Kirche im Dorf.....

Sicher ist übermäßiger Alkoholkonsum im Zusammenhang mit Waffen sowie im generellen abzulehen, aber wenn man mir schon wegen einem (in Zahlen: 1) Bier nach einem gelungenen Schießstandbesuch ein schlechtes Gewissen einreden will, dann ist mein Verständnis gleich NULL..... :wink:

GS

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Der Weg ist das Ziel ! ---- aber wo ist der Weg?
(frei nach Messner)

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BeitragVerfasst: 1. September 2006, 20:00 
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Es gibt immer Puristen :x
Oder sollte man sagen "Pharisäer" ?

mfG. d.


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BeitragVerfasst: 1. September 2006, 20:51 
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Zitat:
Nun ja Bier und Waffen halte ich für eine ganz schlechte Kombination. Da gibts sicher viele Polizisten die für sowas null Verständnis haben.
Das Verständnis von Polizisten ist nicht der letzte Maßstab.


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 Betreff des Beitrags: Alkohol & Waffen
BeitragVerfasst: 2. September 2006, 00:48 
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Also nachdem es kein Alkoholverbot im WaffG gibt, halte ich das für etwas weit her geholt, das hält doch nie im Fall des Falles. Solange man sich nicht bis so alkoholisiert, dass man sich nicht unter Kontrolle hat ...

Ich kann mir nicht mal vorstellen, dass die 0,5er Promillegrenze da ein Maßstab sein kann, sondern dass es eher das konkrete Verhalten sein müsste? Oder braucht die Polizei da nicht sogar vielleicht einen Arzt, um das fest zu stellen?

Egal. :wink:

Lassen wir den Alkohol weg - der WP müsste eigentlich eine solche Situation (Transportroutenabweichung für WBK-Inhaber) ermöglichen, oder?

lg digital

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"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkohol & Waffen
BeitragVerfasst: 2. September 2006, 02:25 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:08
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Zitat:
Also nachdem es kein Alkoholverbot im WaffG gibt, halte ich das für etwas weit her geholt, das hält doch nie im Fall des Falles. Solange man sich nicht bis so alkoholisiert, dass man sich nicht unter Kontrolle hat ...
Ja, das sollte man meinen, und das hat der Verwaltungsgerichtshof bis in die 90er-Jahre auch noch so gesehen. Beispiele haben wird damals im leider nicht mehr zugänglichen Thread zuammengetragen. Da gab es ganz wilde Sachen, zB einen Autofahrer, der alkoholisiert (und bewaffnet) einen Unfall gebaut hat, aber trotzdem den Entzug seiner WBK erfolgreich anfechten konnte, weil er eben nur betrunken war und nicht konkret verantwortungslos mit der Waffe umgegangen ist.

Das hat sich nun leider in der jüngsten Vergangenheit geändert. Der VwGH hat den automatischen Entzug nach alkoholisiertem Führen nicht nur einmal gestützt - ohne daß sich an der Rechtsgrundlage irgendwas geändert hätte. Das ist umso bizarrer, als diese Urteile in guter Tradition die alten Erkenntisse zum Thema zitieren, ohne sich im mindesten daran zu stören, daß dort die gegenteilige Rechtsmeinung vertreten wurde - soviel zum Thema "Rechtssicherheit in Österreich". Höchstrichter hängen ihr Fähnchen eben auch nur nach dem Zeitgeist.
Zitat:
Ich kann mir nicht mal vorstellen, dass die 0,5er Promillegrenze da ein Maßstab sein kann, sondern dass es eher das konkrete Verhalten sein müsste? Oder braucht die Polizei da nicht sogar vielleicht einen Arzt, um das fest zu stellen?
Das ist eine witzige Frage, die nämlich auch damals von Belang war. Die Polizei schleppte nämlich den Betroffenen aus dem Wirtshaus (und nicht etwa aus dem Auto!) zum Alkotest und der ergab eine ganze Menge.

Das ist aber nun gar nicht erlaubt, die Verpflichtung zum Alkotest mit sonstiger Zwangsblutabnahme gibt es nämlich nur in der StVO per Verfassungsgesetz für Verkehrsteilnehmer, ansonsten ist sowas Nötigung und Körperverletzung. Das war ein sehr dubioser Punkt in der damaligen Amtshandlung, der letztlich unter den Tisch fiel, weil die Sache gimpflich abging.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkohol & Waffen
BeitragVerfasst: 2. September 2006, 02:33 
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Zitat:
Das hat sich nun leider in der jüngsten Vergangenheit geändert. Der VwGH hat den automatischen Entzug nach alkoholisiertem Führen nicht nur einmal gestützt - ohne daß sich an der Rechtsgrundlage irgendwas geändert hätte.
Phänomenal. Grundsätzlich find ich das ja eh nicht schlecht, dass man bei Führen einer Waffe nicht besoffen sein darf. Das ist wie beim Autofahren auch großteils im Sinne der eigenen Sicherheit, allerdings stört mich, dass es keine Regelung gibt.

Nun stellt sich die Frage: Was ist ein Problem? Ein Bier, oder vier Bier? Waren die genannten Fälle schwer besoffen oder nur "auf ein Bier"? Ich kann mir kaum einen Polizisten vorstellen, der in einer Situation, wo man es nicht verdient hätte, eingreift.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 2. September 2006, 11:01 
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Vielleicht sollte man sich an die Art halten, wie "concealed carry" in den USA praktiziert wird.
So weit den Kommentaren zu entnehmen, wird dort sehr auf die absolute nicht-Öffentlichkeit des Gerätes geachtet.
Und was niemand weiß, stört auch niemanden.
Und wenn man nicht weiß, wie man auf wieviel Alkohol reagiert, dann läßt man das Ding besser zuhause..


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BeitragVerfasst: 2. September 2006, 11:56 
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Zitat:
Vielleicht sollte man sich an die Art halten, wie "concealed carry" in den USA praktiziert wird.
So weit ich gestern von einem Schießstättenbetreiber gehört habe, ist das bei uns angeblich in Wahrheit auch so. Weil man mit sichtbar getragener Waffe lat seiner Aussage öffentliches Ärgernis erregt.

Ich kanns mir zwar nicht ganz vorstellen, weils ja behördlich genehmigt ist, aber wer weiss...

Meiner Meinung nach hat sowieso jeder der eine Waffe ausser zur Uniform/Arbeitskleidung (zB Jäger) offen trägt, sowieso irgend ein Problem.

Übrigens, wenn man wo sitzt (zB beim Essen im Wirtshaus), kann man die Waffe durchaus trotz "concealment" mal sehen. Da hilft nix.

lg digital

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 Betreff des Beitrags: Re: Alkohol & Waffen
BeitragVerfasst: 2. September 2006, 13:26 
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Zitat:
Grundsätzlich find ich das ja eh nicht schlecht, dass man bei Führen einer Waffe nicht besoffen sein darf. Das ist wie beim Autofahren auch großteils im Sinne der eigenen Sicherheit,
Die Analogie hinkt aber eben. Das Waffenführen ist ja eine völlig passive Handlung, mit dem Autofahren wäre eher der aktive Waffengebrauch zu vergleichen. Zum Beispiel braucht man keine guten Reaktionszeiten, um eine Waffe im Holster stecken zu haben. Verläßlichkeit besteht beim alkoholisierten Waffenführer mE darin, daß er die Waffe nirgends liegen läßt und sie keinem Unberechtigten übergibt. Darauf kann man mit 2 Promille auch noch achten.
Zitat:
allerdings stört mich, dass es keine Regelung gibt.
Daran sollte man sich als freier Mensch nie stören.
Zitat:
Nun stellt sich die Frage: Was ist ein Problem? Ein Bier, oder vier Bier? Waren die genannten Fälle schwer besoffen oder nur "auf ein Bier"? Ich kann mir kaum einen Polizisten vorstellen, der in einer Situation, wo man es nicht verdient hätte, eingreift.
Wieder ohne nachzuschauen: Der im besagten Thread diskutierte WP-Besitzer, der von der Polizei aus dem Wirtshaus abgeschleppt wurde, weil jemand auf der Toilette einen Blick auf seine Waffe erhaschen konnte, wurde auf runde 2 Promille Blutalkohol getestet.

Der erwähnte verunfallte Autofahrer, der dem Entzug dank VwGH damals noch davongekommen ist, mußte nach dem Unfall "blasen" und hatte zu hohe Werte, war aber nicht schwerbetrunken (hat dann nachher auch mit "nur ein Bier zum Essen" argumentiert").

Einer, dem mit Zustimmung des VwGH entzogen wurde, war in einen Wirtshausstreit verwickelt und wollte sein Gegenüber durch Vorzeigen der Waffe beeindrucken (keine direkte Drohung, wenn ich mich recht erinnere, nur "paß auf, i hob a Puffn" oder so). Irgendwer rief dann die Polizei, der Polizist bemerkte "gerötete Augen, unsichere Aussprache und schwankenden Gang" oder so ähnlich. Erschwerend kam hinzu, daß der Typ vor Ankunft des Polizisten die Waffe irgendwo in der Wirtsstube versteckt(!) und damit aus seinem Einwirkungsbereich entfernt hat.

Meiner Meinung nach hätte das der entscheidende Punkt für den Entzug sein müssen und war es faktisch wahrscheinlich auch, aber die Verwaltungsrichter haben leider weiter schwadroniert darüber, daß das betrunkene Führen alleine schon einen Grund darstellt, und so einen unnötigen Rechtssatz produziert, den die Waffenbehörden seither offenbar weidlich ausnützen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Also wie jetzt?
BeitragVerfasst: 6. September 2006, 00:00 
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Zitat:
Wenn ich 2 Plätze hab, und von meinem besten Freund seinen Revolver zum Schießen ausleihen will, und (mit nur einer meiner eigenen Waffen) seine mit auf den Schießstand nehme und nachher zurück gebe? Ist das jetzt erlaubt, oder nicht? Überschreite ich die Anzahl der Plätze tatsächlich? Wie ich bisher glaubte, nicht.
...
Oder brauche ich für eine ausgeliehene, nicht getauschte Waffe einen leeren Platz? Oder muss ich die Waffe mit einer meiner Waffen tauschen?
Weiss jemand, wie die Sachlage beim Verleihen ist, wenn die eigenen Plätze an sich voll sind?

lg digital

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BeitragVerfasst: 6. September 2006, 06:33 
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wenn deine Karte voll ist, geht nichts.... es sei den du überlässt eine deiner Waffe dem Verleiher.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 6. September 2006, 10:52 
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Zitat:
Übrigens, wenn man wo sitzt (zB beim Essen im Wirtshaus), kann man die Waffe durchaus trotz "concealment" mal sehen. Da hilft nix.
Kommt auf die Tragart an.
Mit einem weit geschnittenen Hemd brauchst Du nicht einmal eine Jacke - und niemand, der nicht genau hinschaut, sieht einen Vierzöller.
( aus Erfahrung gesagt )
Man muß ja nicht unbedingt einen großen Scheibengriff montiert haben.
Allerdings - den chromglitzernen Bianchi - Clip würde ich eliminieren.

Etwas anderes ist, daß man natürlich so viel Selbstbeherrschung haben sollte, nicht anzugeben...


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BeitragVerfasst: 6. September 2006, 13:30 
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Alkohol und gefährliche Dinge vertragen sich nicht. Und Waffen sind gefährlich.

Bei den Amis wird man sofort hinausgeschmissen, wenn man nur ein Bier trinkt.

Bei mir achte ich darauf, daß immer alle nüchtern sind, denn ich fühle mich dafür verantwortlich, daß nichts passiert, wenn geschossen wird.

Ansaufen ja, aber erst dann, wenn alles eingepackt ist. Jemand, der einen Waffenpaß hat, sollte überhaupt nichts trinken, wenn er die Waffe führt.

Saufen verblödet außerdem. Ich habe noch niemanden erlebt, der durch regelmäßigen, starken Alkoholkonsum nicht geistig beeinträchtigt wurde.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 6. September 2006, 14:08 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:08
Beiträge: 812
Zitat:
Bei den Amis wird man sofort hinausgeschmissen, wenn man nur ein Bier trinkt.
Bei den Amis wird man auch verhaftet und fünf Stunden lang vom FBI verhört, wenn man im Zug ein deutsches Handyphonat führt und ein Mitreisender glaubt, das Wort "bomb" verstanden zu haben. Die haben eine pathologische Neigung zur Unverhältnismäßigkeit.


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BeitragVerfasst: 6. September 2006, 14:37 
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Zitat:
Etwas anderes ist, daß man natürlich so viel Selbstbeherrschung haben sollte, nicht anzugeben...
Das ist wohl sowieso die Grundlage für das Führen einer Waffe und wäre nebenbei noch ausgesprochen dumm.
Zitat:
Ansaufen ja, aber erst dann, wenn alles eingepackt ist. Jemand, der einen Waffenpaß hat, sollte überhaupt nichts trinken, wenn er die Waffe führt.
Es ging ja auch nicht ums Ansaufen sondern um den Konsum eines Getränkes,egal ob das jetzt ein Bier ist oder ein Obi Gspritzt. Das macht ja auch rechtlich sicher keinen Unterschied, wenn es bei dem einen bleibt.

Wer sich, egal ob mit eingepackter oder geführter Waffe, echt ansäuft, dem gehört sowieso WBK oder WP entzogen, denn das ist wirklich verantwortungslos.

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