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 Betreff des Beitrags: KK Halbautomatik = Kat. B?
BeitragVerfasst: 27. November 2006, 20:46 
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Registriert: 24. November 2006, 10:54
Beiträge: 8
Hallo, erstmal.

Auf der Suche nach einer Antwort bin ich direkt hier in dieses Forum gestolpert ... :)

Ein Bekannter hat mir erzählt, dass er ein Erma KK-Gewehr noch zuhause liegen hat. Es ist seit rd. 10-15 Jahren in seinem Besitz, soweit ich weiß ist es ein Selbstlader (HA).
In den vergangenen Jahren wurde das Gewehr in etwa 10mal am Schießstand abgefeuert. Das Ding steht eigentlich nur sinnlos rum und ich könnte es zum Schnäpchenpreis erwerben.

Nun meinen Fragen:
Ist ein halbautmatisches KK eine Waffe der Kat. B?
Dann bräuchte ich eine WBK ... ist doch etwas übertrieben, aber ich vermute es ist leider so. ;)

Außerdem bezweifle ich dass die Waffe jemals gemeldet war, weil damals konnte man eine Kleinkaliber-Langwaffe ohne weiteres erwerben, oder?

Kann man also eine nicht gemeldete Waffe (Kat. B oder C) "nachmelden" oder einfach so "anmelden"?
Wäre doch schade wenns nicht geht :(

Danke für eure Tipps ...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27. November 2006, 20:49 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:18
Beiträge: 8655
Wohnort: Vorarlberg
Ob sich der Aufwand rentiert ist eine gute Frage. KK-Selbstlader aller Art bekommt man sehr günstig.

Für die Waffe benötigt man einen WBK-Platz. Wie diese "zu legalisieren" ist, können Dir die Juristen hier beantworten.


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BeitragVerfasst: 27. November 2006, 21:40 
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Registriert: 26. Januar 2006, 00:47
Beiträge: 4516
Bin zwar kein Jurist, aber betätige mich gerne als Winkelschreiber. :mrgreen:
Zitat:
Kann man also eine nicht gemeldete Waffe (Kat. B oder C) "nachmelden" oder einfach so "anmelden"?
Kurz und einfach: Nein!
Lang und weniger einfach:
Früher(vor 1996) war ein KK-Gewehr(wurscht ob HA oder nicht) frei ab 18 Jahren erwerbbar. Die Kat. C gabs noch nicht und die HA-Langwaffen waren frei. Dank EU und verschiedener pressure groups und medialem Trommelfeuer hat sich das geändert. WBK für einen KK-HA ist (neben anderem Unfug im WaffG)tatsächlich lächerlich, aber so ist es mittlerweile.
Wenn die Waffe nun also vor 1996 erworben wurde und nicht innerhalb der "Nachfrist" (glaub bis Juli) 1997 registriert wurde ist sie tatsächlich inzwischen, Achtung nicht erschrecken!: Illegal.
Ging damals in etwa so(vereinfacht):
Hatte mein ein Dokument wurden die HA eingetragen und man bekam zusätzliche Plätze, hatte man keines war der Besitz eines HA Rechtfertigungsgrund und man bekam eine WBK.
Hat er das nicht gemacht: siehe oben.
Einzige Möglichkeit ihn aus dem kriminellen Sumpf des illegalen Besitzes eines mordsgefährlchen Erma M1 herauszuholen wäre:
Er macht Gebrauch vom § 50 Abs 3 WaffG.
Heißt er gibt die Waffe reumütig bei der Behörde ab. Wenn eine zur Strafverfolgung berufene Behörde noch nicht vom illegalen Besitz Kenntnis erlangt hatte, es also wirklich "freiwillig " geschieht wird er nicht bestraft. Die Waffe ist allerdings verfallen. Theoretisch könnte er innerhalb von 6 Monaten eine WBK erwerben, dann würde er sie wieder bekommen.(§ 50 Abs 4 WaffG) Aber vorsicht! Theoretisch! Ich würde der Behörde nicht trauen, ob sie nicht doch ein Waffenverbot erläßt oder sich sonst was einfallen läßt um das zu verhindern und dann is Essig mit Rückgabe.
Also wie du siehst bin ich sehr skeptisch, ob man sie noch in die legalität zurückholen kann. Der Gesetzgeber wollte auf jeden Fall die Möglichkeit einräumen, was das BMI und die nachgeordneten Behörden im Vollzug daraus gemacht haben, kann ich allerdings nicht sagen und bin eher pessimistisch.
Oder er zerstückelt das gute Teil bis es den Waffencharakter verliert.
So oder so, wärs tatsächlich schade drum.
Aber was anderes:
Wenn du schon damit liebäugelst, warum kommst du nicht gleich auf die dunkle Seite?
Ärgere die Behörden und Politiker und hol' dir eine WBK. Neben einem günstigen Erma M1, so das dein Wunschmodell ist(gibts genug am Markt und günstig, weil sich keiner einen Platz damit belegen will) kannst dir dann noch ein 2tes Teil kaufen.
IWÖ-Mitglied werden, informieren, Antrag stellen.


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BeitragVerfasst: 27. November 2006, 22:19 
KK-HA = kat. B


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BeitragVerfasst: 27. November 2006, 22:24 
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Beiträge: 8655
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Ein mir bekannter Händler lagert immer noch einen KK-Halbautomat des Typs "Calico Liberty Gun" inkl. Klappschaft. Die Waffe los zu bringen, scheint sehr schwierig.

http://207.234.249.73/gunfax/calico/m-100.htm


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BeitragVerfasst: 28. November 2006, 01:00 
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Beiträge: 3607
Die einzige Möglichkeit, den nicht gemeldeten und damit illegalen HA wieder in die Legalität zurückzubringen ist laut Artikel unseres Herrn Schriftführers die Vererbung. Ausschließlich der rechtmäßige Erbe (gesetzliche Erbfolge oder Testament ist egal) kann die Waffe im Nachlass finden und eintragen lassen.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 28. November 2006, 02:16 
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es gibt noch andere Möglichkeiten!
sprich mit einem Büchsenmacher, wenn dir dieser nicht helfen will sprich mit einem anderen ...

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Einigkeit macht stark!
Vivat et res publica, gloriosa Austria.

Bin interessiert an österreichischen Ordonnanzwaffen & Zubehör, auch Exportmodelle (ab 1800)


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BeitragVerfasst: 28. November 2006, 14:00 
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Servus,

zu diesem Thema möchte ich auch gerne noch auf auf die Aktuellen IWÖ-Nachrichten hinweisen (Seite11: Können Waffen vererbt werden – Neuerungen):

Bild

Seite: http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?cat1=IW ... Folge%2037

Download: http://iwoe.org/img/IWOEN3-06.pdf


MfG - Jogi

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... proud to be a part of it ...
- Waffengalerie
- Priv. Schützengesellschaft Braunau 1403
IWÖ-Mitlgliedsnummer: 5222


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BeitragVerfasst: 28. November 2006, 17:36 
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Beiträge: 1119
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Zitat:
Ein mir bekannter Händler lagert immer noch einen KK-Halbautomat des Typs "Calico Liberty Gun" inkl. Klappschaft. Die Waffe los zu bringen, scheint sehr schwierig.

http://207.234.249.73/gunfax/calico/m-100.htm
her damit :shock: , hab massig plätze frei :lol: .


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BeitragVerfasst: 28. November 2006, 20:58 
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Beiträge: 8
Danke für die Infos.

Ich glaube das KK werde ich nicht nehmen ;)

Nachdem ich das Forum etwas durchforstet habe, überlege ich mir ein Nagant anzuschaffen. Zum Probieren sicherlich nicht schlecht. Ein modernes Gewehr weckt mein Interesse nicht so richtig, schließlich bin kein professioneller Sportschütze.

Für ein Nagant braucht man ja auch keine WBK. Trotz allem werde ich um eine Ansuchen falls es mich mal mehr interessiert.
Kann doch kein Fehler sein, wenn man zumindest die Möglichkeit hat. Ist doch wie der LKW-Führerschein für Otto-Normalverbraucher :)


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BeitragVerfasst: 28. November 2006, 22:27 
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Beiträge: 740
Hallo!
Nun das ist eine interessante Situation!
Klar ist, das ein KK-Halbautomat eine genehmigungspflichtige Waffe ist und man WBK oder Waffenpass benötigt!
Wenn man als Besitzer einer WBK eine bis dato nicht gemeldete, also illegale Waffe erwirbt, müßte sie automatisch legal werden.
Der Vorbesitzer könnte nicht einmal strafverfolgt werden, da er die Waffe ja nicht mehr besitzt!
Andererseits muß ja der Verkäufer die Meldung an die Behörde machen!
Wäre wohl interessant zu beobachten wie die darauf reagieren!
Die Entgegennahme der Meldung zu verweigern wäre wohl rechtswidrig da der Erwerber, in dessen Besitz sie sich ja schon befindet, dazu berechtigt ist!
Außerdem müssten die Behörden ja eigentlich dankbar sein, wenn aus einer Illegalen eine Legale wird!
Andererseits wäre ein zukünftiges Waffenverbot für den Veräußerer wohl zu erwarten weil er jahrelang gegen das Waffengesetz verstoßen hat und somit für die Behörden kaum zuverlässig erscheinen wird!
Mein Empfehlung: Brav sein und die drei Affen machen...
Dann habt ihr dat Dingens vieleischt nok wenn mer insere schu lang abliefern durften!

Natürlich könnte auch noch der Weg über einen guten Büchsenmacher gehen:
Der meldet den Verkauf an die Behörde!
Schließlich kann das Teil ja schon seit Jahren im Lager vergessen worden sein...
Ob das Ganze handelsrechtlich bezüglich Inventur Rechtens ist bin ich allerdings überfragt!
Zitat:
Ein mir bekannter Händler lagert immer noch einen KK-Halbautomat des Typs "Calico Liberty Gun" inkl. Klappschaft. Die Waffe los zu bringen, scheint sehr schwierig.
Einer meiner Händler hat vor zehn Jahren monatlich mehr KK-Halbautomaten verkauft als heutzutage im Jahr.

Calico!!!
Ein "lustiges" Thema vor 10 Jahren:
Calico KK-Halbautomat - frei erhältlich ab 18.
Calico Groß- und KK-Pistole - auf WBK ab 21.
Calico 9mm Halbautomatisches Gewehr - Kriegsmaterial!!!!
Unterschied zwischen erhältlicher Pistole und Gewehr:
Längerer Lauf und Hinterschaft - sonst nix!?!?


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BeitragVerfasst: 28. November 2006, 22:43 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:18
Beiträge: 8655
Wohnort: Vorarlberg
@ gummer

Naja die KK-Calico ist wohl nur für Plinking geeignet und dafür tuts ein Unterhebelrepetierer der keinen Platz benötigt auch.


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BeitragVerfasst: 29. November 2006, 00:39 
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Registriert: 14. Januar 2006, 13:29
Beiträge: 1817
das 9mm Calico Gewehr ist eine Maschinenpistole und daher Kriegsmaterial (auch als Halbautomat)

_________________
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Einigkeit macht stark!
Vivat et res publica, gloriosa Austria.

Bin interessiert an österreichischen Ordonnanzwaffen & Zubehör, auch Exportmodelle (ab 1800)


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BeitragVerfasst: 29. November 2006, 12:29 
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Beiträge: 1375
Wohnort: früher Oberösterreich, jetzt bei Wr. Neustadt
Zitat:
Nachdem ich das Forum etwas durchforstet habe, überlege ich mir ein Nagant anzuschaffen.
hihi, es funktioniert, wir werden die weltherrschft übernehmen, meiiiiin schaaaaaatz... :lol:

_________________
wo ist meine signatur hin?


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BeitragVerfasst: 29. November 2006, 21:37 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:08
Beiträge: 740
@ Martin

Und was ist dann eine Calico-Pistole in 9 mm?


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