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BeitragVerfasst: 5. Januar 2015, 12:10 
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Habe die Feiertage wieder zu einem Besuch in den digitalen Sammlungen der ÖNB genutzt.
Genauer in der Sammlung "Kriegspressequartier Alben 1914 - 1918" mit tausenden ö. Fotos aus dem ersten Weltkrieg
http://www.bildarchivaustria.at/Pages/C ... D=15760977

Drei Photos zeigen eine mir bis dato unbekannte Waffe. Was ist das für ein Ding?
Titel: Maschinengewehr des Standschützen Hellriegel, Datierung: 1915

Bild
Bild
Bild
http://www.bildarchivaustria.at/Pages/I ... D=15626848
http://www.bildarchivaustria.at/Pages/I ... D=15626862
http://www.bildarchivaustria.at/Pages/I ... D=15626855


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2015, 12:55 
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Interessant finde ich die frühe Möglichkeit zwischen Trommel und herkömmlichen Magazinen zu wechseln.
Auch wirkt das Teil ziemlich kompakt. Eine erste Entwicklung eines Sturmgewehrs?

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Ein Narr sagt, was er weiß; ein Weiser weiß, was er sagt.


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2015, 13:42 
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Registriert: 12. Januar 2006, 10:07
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Habe zwischenzeitlich festgestellt, dass die Waffe in der Literatur erwähnt ist.
Ein russisches Forum zitiert nämlich inform eines Scans aus einem Buch, welches ich leider nicht identifizieren konnte.
http://forum.guns.ru/forummessage/36/1185938.html
Man erfährt aber nichts, was nicht auf den drei Photos zu erkennen ist (jedenfalls hab ich nichts gefunden).


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2015, 16:07 
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Angeblich ein gewisser "Gelrigel Hellriegel" - Prototyp, eventuell unter Verwendung einer "halben" erbeuteten
Villar-Perosa oder ihrer Technik - und eindeutig gefüttert mit KW-Mun, ich wette 9mm Steyr...
Guckst Du:

https://www.youtube.com/watch?v=Pl4V25h_1VY

Bei entsprechender Suche gibt das Net sicher mehr her...

_________________
"LINKS" und "RECHTS" sind die beiden Seiten derselben SOZIALISTISCHEN Medaille,
und die hat innen einen braunen Kern und aussenrum einen fetten grünen Rand.


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2015, 17:14 
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Leider Fehlanzeige, der gewisse Standschütze Hellriegel taucht jedenfalls nicht in den Verlustlisten auf.
Das "K.u.k. Kriegspressequartier" dürfte hier auch nicht für die Zeitungen fotografiert haben.
Es ist bei der ANNO-Recherche nur ein altes Inserat für Zielfernrohre hängengeblieben. :(
http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno? ... nno-search


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2015, 18:56 
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Also:
Dem Kragenspiegel des Schützen nach könnte es am ehesten ein Feldwebel, Waffenmeister 1. Klasse o. Wachtmeister sein,
allerdings nicht von einem Verband von Standschützen, deren Spiegel sehen anders aus. Eventüll ist der Schütze nicht der
Entwickler dieses Prototypen, daher ist die Namensbestimmung ungewiss - und an die Front wird ein Waffenentwickler nicht
so schnell geschickt, somit wird er es zu unserem (und seinem) Glück wohl nicht in die Verlustlisten geschafft haben. Ich
würde die Namen eher im Dunstkreis der Waffenhersteller, der Feldwerkstätten und des Heereszeugamtes suchen. Zumal: Die
Villar Perosa wurde nachweislich erbeutet, man hat basierend darauf einige Versuchswaffen gebaut. Besonders interessant
finde ich aber auch den Soldaten der links mit der Kraxe am Buckel steht, ihn habe ich zuerst für einen Fernmelder gehalten.
Falsch, die Kraxe erweist sich bei näherem hinsehen als Transportbehälter für Trommelmagazine und Werkzeug/Ersatzteile in
den 2 unteren Laden. Das ganze macht zwar handwerklich einen solide-fachmännischen Eindruck, aber die Ausführung selbst
wirkt eher zivil als "soldatensicher". Hier hat man offenbar schon "Zubehör" gemacht, daher sieht es nicht nach einer
Einzelaktion aus. Interessant auch der Handschutz: Er sieht in der Vergrösserung genäht aus, wie aus Leder. Der vorne
herausstehende Nippel mag ein Kühlwasserventil sein, oder zum Aufpumpen. Witzig auch die untere Handhabe aus einem
recht starken Lederrundmaterial (Vlt. mit Drahtverstärkung), sie erinnert mich an die halbschrägen Handgriffe auf den vielen
M16-Klonen die hier grassieren. Zur Uniform: Vielleicht gibt es hier den einen oder anderen der mit der Bestimmung der
Uniform und damit die Verbandszugehörigkeit des Soldaten helfen kann.
Offenbar sind nur die oben gezeigten 3 Fotos bekannt, auch hier nix wirklich neues:

http://guns.wikia.com/wiki/Standsch%C3% ... iegel_1915

_________________
"LINKS" und "RECHTS" sind die beiden Seiten derselben SOZIALISTISCHEN Medaille,
und die hat innen einen braunen Kern und aussenrum einen fetten grünen Rand.


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2015, 19:26 
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Beiträge: 369
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Weil die Editierfunktion nix mehr zulässt(Warum eigentlich?):
Einige Teile wie das Visier (sicher vom M95) und eventüll Lauf und Schaft wurden mit Sicherheit zweckentfremdet und finden
sich im Original auf anderen Waffen. Auch die Trommelmagazine machen mir einen "geslimten" Eindruck, diese dürften ursprünglich
LW-Mun aufgenommen haben. Die Stangenmagazine kommen mir allerdings neu, gewissermasen auch "unfertig" vor, recht
massiv und klobig in der Ausführung, gemessen an der 9mm Steyr. Die Frage ist: Wo hat man das eine oder andere Einzelteil
schon mal gesehen, wo wird in der Literatur auf den Verbleib diverser Kontingente dieser Teile eingegangen und unter welcher
Leitung und auf welchen Befehl hin wurde die Wumme entwickelt. Immerhin, wir sprechen hier von Österreich-Ungarn, da
ging ohne Dienstwege, Weisungen und das ganze Beamtengemurkse gleich gar nix - irgendwelche Akten sollte es geben, wenn
auch unter Bergen anderer Akten begraben. Mal gucken, vielleicht kommt ja noch was raus, auf jeden Fall eine höchst
interessante Kanone.

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