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BeitragVerfasst: 9. April 2008, 22:08 
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Registriert: 22. November 2007, 12:43
Beiträge: 2364
Hallo Leute

Ich wollt mal aus reinem Interesse fragen (ich habe keine WBK und keine Waffe) wie SV ausgelegt wird. Ich denke mal die wenigsten werden jemals in die schlimme Situation einer SV kommen, dennoch ab wann hat man das Recht sich mit der Waffe zu verteidigen?

Ich hab mal einen Auszug aus der Polizeidienstvorschrift gelesen, es ist Gewalt immer mit der am "wenigsten gefährlichen" Gegenabwehr zu begegnen.

Ja wie? Man darf seine Waffe Zuhause erst dann rausholen wenn man selbst mit einer Waffe bedroht wird?
Schon klar, wenn da einer mit geballten Fäusten vor einem steht, wird man den nicht mit der Waffe niederstrecken :D

Aber wie das vom Gesetz her jetzt wirklich ist, konnte ich nirgens nachlesen.


Lg


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BeitragVerfasst: 9. April 2008, 22:22 
Mit der Suchfunktion kannst du es in ca. 324234 Threads im IWÖ Forum nachlesen.

Zur SV generell: Nicht das "wenigst gefährlichste Mittel", sondern das Mittel das einen Angriff unmittelbar abzuwenden vermag.

Du musst dich nicht von einem 120kg schweren 2m Riesen krankenhausreif prügeln lassen,...

Gedankenexperimente zu diskutieren dürfte aber wenig hilfreich sein, zumal in 99% der Fälle ohnehin die Flucht ergriffen wird wenn Schußwaffen im Spiel sind.

Ansonsten siehe Suchfunktion!


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BeitragVerfasst: 9. April 2008, 22:28 
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Registriert: 22. November 2007, 12:43
Beiträge: 2364
Hi


Danke fürn Tip, aber gib mal Sv in die Suche ein. Da steht was von Messern , Gaspistolen und was weis ich........

Zitat:
Du musst dich nicht von einem 120kg schweren 2m Riesen krankenhausreif prügeln lassen,...

!

Mit den 120kg kann ich noch mithalten :wink:

Zitat:
Gedankenexperimente zu diskutieren dürfte aber wenig hilfreich sein,

Darum hab ich ja auch nach einem konkreten Gesetzestext gefragt :wink:


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BeitragVerfasst: 9. April 2008, 22:34 
Zitat:
Hi
Darum hab ich ja auch nach einem konkreten Gesetzestext gefragt :wink:
Dann sei dir hiermit geholfen.
Zitat:
§ 3. (1) Nicht rechtswidrig handelt, wer sich nur der Verteidigung
bedient, die notwendig ist, um einen gegenwärtigen oder unmittelbar
drohenden rechtswidrigen Angriff auf Leben, Gesundheit, körperliche
Unversehrtheit, Freiheit oder Vermögen von sich oder einem anderen
abzuwehren. Die Handlung ist jedoch nicht gerechtfertigt, wenn es
offensichtlich ist, daß dem Angegriffenen bloß ein geringer Nachteil
droht und die Verteidigung, insbesondere wegen der Schwere der zur
Abwehr nötigen Beeinträchtigung des Angreifers, unangemessen ist.

(2) Wer das gerechtfertigte Maß der Verteidigung überschreitet oder
sich einer offensichtlich unangemessenen Verteidigung (Abs. 1)
bedient, ist, wenn dies lediglich aus Bestürzung, Furcht oder
Schrecken geschieht, nur strafbar, wenn die Überschreitung auf
Fahrlässigkeit beruht und die fahrlässige Handlung mit Strafe bedroht
ist.


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BeitragVerfasst: 9. April 2008, 22:36 
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Registriert: 22. November 2007, 12:43
Beiträge: 2364
Hi


Danke, genau daß wollte ich. Ans Stgb hab ich dabei nicht gedacht :oops:
(Ist aber ein ziemlicher Gummiparagraph :D )



Besonders interessiert hat mich auch ob man sein Vermögen auch verteidigen darf, steht auch drin. Hätte ich nicht gedacht.

Danke

Lg


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BeitragVerfasst: 9. April 2008, 23:21 
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Wohnort: Rot-Weiss
Ich denke nicht dass es viel Grund für das Warten auf einen Angriff gibt, wenn eine dir fremde Persone in deiner Wohnung dein Hab und Gut durchwühlt.

Damit man von Notwehr sprechen kann, muss notwehrfähiges Gut gefährdet sein. Wäre ja auch deine Geldtasche oÄ.

(Und jetzt sehr böse formuliert: wenn er am Boden liegt und nicht mehr wieder aufstehen wird, kann auch niemand beweisen oder aussagen er hätte dich nicht angegriffen).

Georg

_________________
"The problem with Socialism is that eventually you run out of other people's money"
Lady Margaret Thatcher


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BeitragVerfasst: 9. April 2008, 23:27 
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Registriert: 22. November 2007, 12:43
Beiträge: 2364
Zitat:
Damit man von Notwehr sprechen kann, muss notwehrfähiges Gut gefährdet sein. Wäre ja auch deine Geldtasche oÄ.

Ist sie nicht, glaub mir :lol:


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BeitragVerfasst: 10. April 2008, 08:19 
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Beiträge: 10548
Die Vorschriften, die für die Polizei gelten, gelten nicht für Private. Also nicht das "mindest gefährliche" sondern das "notwendige" Mittel kann angewendet werden.


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BeitragVerfasst: 10. April 2008, 08:37 
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Wohnort: früher Oberösterreich, jetzt bei Wr. Neustadt
und dann gilt: auf hoher see und vor gericht bist du in gottes hand..

_________________
wo ist meine signatur hin?


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BeitragVerfasst: 10. April 2008, 09:05 
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Registriert: 4. Januar 2006, 22:38
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Stimmt. In den Querschüssen kommt demnächst eine Kurzdarstellung der Notwehr, eher von der praktischen Seite her gesehen.

Schaut Euch das an.


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BeitragVerfasst: 10. April 2008, 22:54 
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Beiträge: 1385
Wohnort: südlich von Wien
Zitat:
ab wann hat man das Recht sich mit der Waffe zu verteidigen?
Ich glaube, Gerald hat das mal sehr gut auf den Punkt gebracht:
Man sollte sich nicht fragen wann man darf, sondern die Waffe einsetzen, wenn man nicht mehr anders kann.

Ich finde, das bringt's sehr gut auf den Punkt.

Ansonsten hilft wohl die Suche im Forum und die Auseinandersetzung mit tatsächlichen Fällen.

lg digital

_________________
Digital - Nr. 5415
"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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BeitragVerfasst: 10. April 2008, 23:04 
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Registriert: 22. November 2007, 12:43
Beiträge: 2364
Hi Digital


Hab Pn´s bekommen wo mir selbiges gesagt wurde. Im Prinzip sollte man spätestens wenn man Angst um sein Leben hat von SV gebrauch machen.


P.S: Nur ich nicht, denn mit Waffenverbot darf ich mich nicht verteidigen.
Zumindest nicht mit Stricknadeln, Tupiernadeln, sowie keinen Klingen über 4cm. Bei mir im Haushalt befindet sich nur Plastikbesteck. Wenn ich was zu stricken habe, muß ich daß in Auftrag geben. Meiner Frau hab ich es verboten Stricknadeln, Fleischhammer, und schweizer Taschenmesser zu besitzen, denn wenn ich da zugang habe ist Ihre zuverlässigkeit auch dahin. :roll: :D


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BeitragVerfasst: 11. April 2008, 08:50 
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Registriert: 4. Januar 2006, 22:38
Beiträge: 10548
Da die Straftäter, die angreifen, höchstwahrscheinlich auch ein Waffenverbot haben oder haben müßten, gleicht sich die Sache aus. Die haben ja dann auch nur ein Plastikbesteck.

Entschuldigung, war ein grausamer Scherz. Habe ja aber derzeit auch ein Waffenverbot.


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BeitragVerfasst: 11. April 2008, 08:55 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:12
Beiträge: 4597
Zitat:
denn mit Waffenverbot darf ich mich nicht verteidigen.
Zitat:
§ 1. Waffen sind Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt
sind,
1. die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch
unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder herabzusetzen oder
2. bei der Jagd oder beim Schießsport zur Abgabe von Schüssen
verwendet zu werden.
Da gibt es eine beträchtliche Menge von nützlichen Gegenständen, die nicht dieser Definition entsprechen.
Und dazu gehören auch Stricknadeln, Fleischhämmer und Schweizer Messer.
Auch Stöckelschuhe und Fleischmaschinen gehören nicht dazu ...

mfG. d.


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BeitragVerfasst: 11. April 2008, 09:06 
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Registriert: 22. November 2007, 12:43
Beiträge: 2364
hI


Ich hab das geschrieben weil es tatsächlich so in meinem Waffenverbotsbescheid stand :!: Das ist kein Scherz! Da stand keine Stricknadeln.


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