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BeitragVerfasst: 23. März 2016, 16:08 
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http://derstandard.at/2000033504948-200 ... ie-Politik

Die Waffenhandelsnetze sind für die Politik offenbar ein zu heißes Thema
Acht Kalaschnikows, zwei Handgranaten, Pistolen, Munition und Sprengstoff wurden am 5. November 2015 in einem VW-Golf bei Rosenheim gefunden. Die Transporteure waren offensichtlich auf dem Weg nach Paris, es war einer der wenigen Zugriffe, die der Polizei gelingen. "Angesichts von 30 Millionen illegalen Waffen, die in und um Deutschland zirkulieren, sind 1.500 Sicherstellungen im Jahr ein Witz," sagte Lars Winkeldorf, ein Waffengutachter, zu "Spiegel online". Tatsächlich jedoch ist die öffentliche Aufmerksamkeit gering. "Dem Terror verstärkt den Kampf ansagen", "Die Überwachung verstärken", "Die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen" – so lauten die üblichen Sprüche der verantwortlichen Politiker, wenn – wieder einmal – Terroristen zugeschlagen haben. Auffällig ist, dass vom Waffenhandel und von der illegalen Waffenbeschaffung dabei nicht die Rede ist. Auch in den Berichten der TV-Reporter nicht. Von der österreichischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat man noch nie etwas über die Eindämmung des illegalen Waffenhandels gehört. Dabei müsste die Burgherrin der "Festung Europa" mit der gleichen Vehemenz, mit der sie Zäune baut, für europaweite Waffenverbote eintreten. Der Kommission in Brüssel kann man wenigstens nicht vorhalten, nichts gegen die Waffenbeschaffung der Terroristen und des organisierten Verbrechens zu unternehmen. 2014 hat sie einen gut recherchierten Report zur "Einschränkung des illegalen Waffenschmuggels" publiziert. Demnach stehen allein in Deutschland sechs Millionen legale Waffen etwa 20 Millionen illegalen gegenüber. Als Konsequenz wurde eine Änderung der europaweiten "Feuerwaffenrichtlinie" vorgeschlagen. Aufgeregt haben sich natürlich nicht die Islamisten, sondern die Tiroler Schützen. Sie sehen das "gelebte Brauchtum" bedroht. Immerhin hat man in den der EU beigetretenen Staaten Rumänien und Bulgarien ehemalige, noch aus der kommunistischen Zeit stammende Waffenfabriken geschlossen. Weshalb die Bestände zurückgehen. Aber solange man zum Beispiel in der Slowakei, laut einem Bericht der ARD, um 1.000 bis 1.500 Euro manipulierte Kalaschnikows kaufen kann, sind die Terroristen (zusätzlich zu den Nachschublinien aus Nahost) gut bedient. Die Waffenhandelsnetze hinter dem Terrorismus: Dazu schweigt die Politik. Tatsächlich müsste sie handeln. Das aber ist ihr offenbar zu heiß. (Gerfried Sperl, 23.3.2016) - derstandard.at/2000033504948-2000033484574/Terror-und-Waffenhandel-Dazu-schweigt-die-Politik

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“Zur Leibesertüchtigung empfehle ich die Schusswaffe.
Während sie gemäßigtes Körpertraining ergibt, produziert sie Kühnheit, Unternehmungslust und unabhängiges Denken.”
(Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA)
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IWÖ Mitglied Nr.: 7721


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BeitragVerfasst: 23. März 2016, 16:34 
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Einfach Substandard. 8)

Dass "Waffenhandelsnetze" für die Politik offenbar ein zu heißes Thema seien, ist mir offenbar entgangen. Seit Jahren habe ich den genau gegenteiligen Eindruck. Aber vielleicht bekommt man das beim Standard nicht so mit, kann ja sein!
Und dem lt. Standard gut recherchierten Report zur "Einschränkung des illegalen Waffenschmuggels" (was immer das sein soll) der EU Kommission halte ich mal den wirklich gut recherchierten "Marini-Report" als Diskussionsgrundlage entgegen.
Download hier:
https://legalwaffenbesitzer.wordpress.c ... f-deutsch/
Zitat:
... Dieser Bericht zeigt Ihnen, wie ein paar Leute – wir kennen nur die Akteure Malmström und Marini, aber es können auch noch andere sein – die Demokratie missbrauchen, um ihre Träume mit Lügen, Manipulation und Ignoranz in Gesetze zu implementieren. Diese paar Menschen waren nie daran interessiert, die Kriminalität zu verringern. Sie wollen nur ihre eigene politische Anti-Waffen Agenda gegen rechtstreue Waffenbesitzer durchsetzen und ignorieren dabei jegliche Transparenz und sämtliche demokratischen Mittel. ...


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BeitragVerfasst: 23. März 2016, 17:13 
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Betretene Stellungnahmen der amtierenden willkommensrufenden Verantwortlichen hat es ja gegeben...sicher folgt auch ein Lichtermeer der "Welcome-Klatscher"...und dann...?
Ich meine auch dass im Bezug auf illegale Waffen nahezu nichts unternommen wird!
Zufallsfunde illegaler Waffen werden voller Zufriedenheit medial breitgetreten, tausende weiterer Untergrundwaffen werden ignoriert, man will ja das Wahlvolk nicht nervös machen!
Warum auch, die Besitzer von illegalen Waffen sind nicht auf Knopfdruck zu finden, noch dazu sind diese Leute hochgradig gefährlich!
Da ist es viel einfacher/erfolgreicher die behördlich mehrfach streng überprüften Besitzer von legalen Waffen zu bekämpfen...weil die LWB zu bequem sind sich zu organisieren!
Traurig...aber so ist es!


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BeitragVerfasst: 23. März 2016, 20:57 
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Berichte dieser Art sind ganz im Sinne des Standard Herausgebers.
Schließlich ein Bilderberger.

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Ein feste Burg ist unser Gott! (Martin Luther)

"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta."

(Peter Scholl - Latour)


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BeitragVerfasst: 21. April 2018, 11:42 
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http://de.euronews.com/2018/04/20/schus ... u-erwerben


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BeitragVerfasst: 21. April 2018, 14:23 
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Beiträge: 185
Dieser Nils Duquet, warum verschweigt er, dass die Eliten der EU nicht den Terrorismus bekämpfen, sondern die rechtschaffenen EU-Bürger? Es liegt ihnen sehr viel daran ihnen die Waffen wegzunehmen, das sieht man an der Feuerwaffenrichtlinie.

Ich habe das selbst erlebt beim Firearm United-Kongress im Brüsseler Parlament. Dort haben sie (Alexis und Ford) uns genau gesagt, was sie machen werden. Was wir wollten - wir waren 200 Aktivisten aus der ganzen EU - hat sie überhaupt nicht interessiert! Alles was sie wollten, waren die Waffen der rechtstreuen EU-Bürger. Mein Eindruck war, dass sie uns, das waffenbesitzende Volk der EU fürchten, wie der Teufel das Weihwasser. Sie haben sich dann auch schon nach einer Stunde von uns verabschiedet, obwohl der Kongress drei Stunden dauerte.

Ich habe mich dort auch bemüht zu Wort zu kommen. Leider ist mir das bei den 200 Aktivisten - fast alle wollten sie reden - nicht gelungen. Ich wollte ihnen sagen, dass das was sie tun nicht "im Namen der Terrorismusbekämpfung" geschieht sondern einzig um das Volk zu entwaffnen. Aber andere sind zu Wort gekommen und die haben teilweise ähnliches gesagt. Leider wurde keinem Österreicher das Wort erteilt. Es haben sich aber auch gar nicht alle Österreicher darum bemüht, was mich schon sehr verwundert hat.


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BeitragVerfasst: 22. April 2018, 14:35 
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Dieser Duquet ist auch nur einer von vielen sog. Investigativjournalisten, die sich die Wahrheit nicht aussprechen trauen. Der will der EU genauso wenig auf die Zehen steigen, wie viele andere auch. Denn wir alle wissen, dass erst mit der Schengen-Erweiterung das Schmugglerparadies eröffnet wurde. Sowohl was Menschen, Drogen oder auch illegale Waffen betrifft, gibt es im Grunde keine Möglichkeit, dies zu unterbinden. Man kann eben nicht beides haben: Freier Waren u. Personenverkehr und gleichzeitig die Kontrolle, wer oder was die Grenzen passiert - ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das zeigt nur die Scheinheiligkeit der Brüssel-Bande auf. Da geht man lieber auf die eigenen Leute los, ist ja wesentlich einfacher. Ich bin gespannt, was die Ausreden sein werden, wenn sie uns irgendwann komplett entwaffnet haben und gewisse Herrschaften nach wie vor im fullauto - funmode munter in Menschenmengen reinballern.
Zum FU Kongress in Brüssel: Hochachtung vor allen, die sich das angetan haben. Wenigstens konnten ein paar hundert Aktivisten die Abgehobenheit und Arroganz dieser Typen hautnah miterleben.

MfG
Resistance

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„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

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BeitragVerfasst: 22. April 2018, 21:13 
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Zitat:
Wenigstens konnten ein paar hundert Aktivisten die Abgehobenheit und Arroganz dieser Typen hautnah miterleben.
Miterleben ja, aber erreicht haben wir nichts! An dieser Bande perlt jede berechtigte Forderung und jegliche Kritik ab wie der berühmte Tautropfen vom Grashalm. Zurück bleibt absolut nichts. Sie machen was sie wollen. --- Und ich hätte ihnen das so gerne gesagt. Aber leider kam ich nicht zu Wort. Genützt hätte es aber auch nichts.


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BeitragVerfasst: 23. April 2018, 06:52 
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Beiträge: 1126
Die nächste Chance wäre vom 23. - 26. Mai 2019. Klarerweise wird auch diese EU Wahl nicht wirklich etwas verändern, man darf aber auf eine leichte Kräfteverschiebung bez. der allgemeinen Wahltendenz in Europa hoffen. Wichtig wäre zuerst mal die AWN Gruppierungen zu schwächen.

MfG
Resistance

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Macchiavelli

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BeitragVerfasst: 23. April 2018, 19:13 
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Beiträge: 340
Zitat:
Die nächste Chance wäre vom 23. - 26. Mai 2019. Klarerweise wird auch diese EU Wahl nicht wirklich etwas verändern, man darf aber auf eine leichte Kräfteverschiebung bez. der allgemeinen Wahltendenz in Europa hoffen. Wichtig wäre zuerst mal die AWN Gruppierungen zu schwächen.

MfG
Resistance
Wobei natürlich die Frage ist, ob es sinnvoll ist, die ganze unnötige Bande durch eine Wahl zu legitimieren. Ich gebe keinem von den unnötigen Schmarotzern meine Stimme. Ich will keinen Staat EUROPA. Und die Versorgungsanstalt für überzählige und abgewählte Politiker namens EU will ich auch nicht. Ich gehe nicht zur Europawahl. Meine Stimme für IRGENDEINEN dort würde mein Einverständniss für deren Regime bedeuten. Nur mal so zum Nachdenken...

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IWÖ-Mitglied Nr.:4405


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BeitragVerfasst: 24. April 2018, 08:22 
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Beiträge: 1126
Ich werde sicher zu Wahl gehen.
Erstens will ich nicht auf eines meiner wenigen Rechte als Bürger verzichten, zweitens gibt es durchaus Parteien oder Fraktionen, welche EU-kritische Politik betreiben. Man braucht nur nachsehen, wer für und wer gegen die Entrechtungsrichtlinie gestimmt hat. Jene, die dagegen waren, erhalten meine Stimme.
Wer nicht wählen geht, verzichtet auf die einzige Möglichkeit, denen zu zeigen, dass ihre Politik nicht die seine ist. Somit fühlen sich diese Tyrannen in ihrem Verhalten bestätigt und werden immer so weitermachen wie bisher. Denn ihnen ist egal, ob es eine Wahlbeteiligung von 80% oder 40% gibt, sie bleiben an der Macht.
Auch wenn man den alten Spruch hernimmt:"Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie schon längst verboten.", kann man trotzdem ein Zeichen setzen. Leider gibt es sehr viele Menschen, die nicht wählen gehen. Die dürfen sich aber dann auch nicht aufregen. Auch nur mal so zum Nachdenken....

MfG
Resistance

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