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BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 10:36 
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Oder: Wie haut man sich als Jäger einen gepflegten Trottel runter! :roll:

http://www.krone.at/Oesterreich/Wilder_ ... ory-510687
Zitat:
"Großes Aufsehen"
18.05.2016, 09:52
Ein wilder Stier ist am Dienstag ausgebüxt und durch Wohngebiete in der Steiermark gelaufen. Das Tier musste schließlich von einem Jäger erschossen werden. Auf den Versuch einer Betäubung hatte der 600- Kilo- Bulle nicht angesprochen. Bewohner wurden nicht verletzt.
Gegen 15.15 Uhr hatte eine Anrainerin im südweststeirischen Eibiswald (Bezirk Deutschlandsberg) die Polizei informiert, dass sich auf ihrem Grund ein Stier aufhält. Das rund 600 Kilogramm schwere Tier war von einem Bauernhof im Nachbarort Oberlatein ausgebüxt. Es lief rund eine Stunde herum und dabei auch quer durch Wohnsiedlungen. Laut Polizei verhielt sich das Tier aggressiv.
Als es nahe eines Waldstücks müde wurde, wollte es der Tierarzt mittels eines Blasrohres betäuben. Doch die gewünschte Wirkung blieb aus und so lief der Stier wieder in Richtung einer Siedlung. Der Jäger musste eingreifen und das Rind gegen 17 Uhr auf einer Wiese erschießen, was für "großes öffentliches Aufsehen" gesorgt habe, so die Polizei.


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BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 11:14 
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Laut ORF Bericht ist der Jäger ein Held, das sollte eigentlich von den Landesjagdverbänden werbewirksam ausgeschlachtet werden.

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Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 11:31 
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Gefahrenabwehr ist hier die Sache der Polizei. Würde nie Jagdkarte und WR Zuverlässigkeit wegen so einem gschaftlerischen Quatsch riskieren. Ein Stier ist außerdem kein Wild.
Der Jäger handelte hier ausschließlich auf eigene Gefahr, ein Polizist nicht. Da steigt vermutlich auch jede Jagdhaftpflichtversicherung aus.


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BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 11:45 
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PS: Auch das Risiko eines schlechten Schusses samt Nachsuche würde ich nie freiwillig auf mich nehmen. Nach dem Schuss kann man davon ausgehen, dass man als Jäger für jeden Schaden den der Stier noch anrichtet, als mitverantwortlich gilt.


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BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 11:52 
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Wenn einem die Polizei um Hilfe bittet? Glaube ich eher nicht?!?

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Pirker Dietmar Nr. 6928


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BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 12:12 
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Zitat:
Wenn einem die Polizei um Hilfe bittet? Glaube ich eher nicht?!?
Ich schon! Wenn mich die Polizei um Hilfe bittet, kriegt der Polizist das Gewehr zum Schuss in die Hand gedrückt und ich stehe als Büchsenspanner daneben.

Der Polizist ist durch das Waffengebrauchsgesetz und das Amtshaftungsgesetz recht gut gedeckt, der Jäger so gut wie gar nicht außer durch die Notstandsregeln des StGB und des ABGB. Das ist schon eine ziemlich dünne Decke.
Diesen Fall muss man deutlich unterscheiden von den Wildunfällen mit Autos, wobei der Jäger regelmäßig von der Polizei hinzugeholt wird und einen Fangschuss auf Wild abgibt. Vermutlich haben beide Seiten in diesem Fall an sowas gedacht. Besonders schlau war das aber nicht.


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BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 14:19 
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Beiträge: 246
War meiner Meinung nach eher eine Entscheidung des gesunden Hausverstandes. Ein Jäger, vielleicht auch noch mit Großwilderfahrung, sollte doch eher wissen wie und wo er einen Bullen treffen muß, damit der umfällt, als ein Polizist.

Nicht zu helfen bzw. die Polizei nicht zu unterstützen wäre der falsche Weg.

_________________
Wer vor Metall, Holz und Plastik Angst hat, der bräuchte wirklich einen Test für seine Psyche!
Gerhard IWÖ-Mitglied: 6642
9mm Para, .45 ACP, .44Mag, .308Win, 8x57IS, 8x50R, .223Rem, .22lr, Vierling, .338 LM, 12/76Mag


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BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 14:35 
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Beiträge: 4774
Zitat:
War meiner Meinung nach eher eine Entscheidung des gesunden Hausverstandes. ...
Nicht zu helfen bzw. die Polizei nicht zu unterstützen wäre der falsche Weg.
Auf den Hausverstand kommt es hier nur in engen Grenzen an. Den genauen Ablauf kenn ich zwar nur aus dem Artikeln (vielleicht ist auf youtube was zu sehen), aber wer der Polizei hilft, tut dies immer auf eigene Gefahr. Braucht nur was schiefgehen. Von diversen Anzeigen wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz fange ich erst gar nicht an!
Oder wenn einer der ggf. Umstehenden hinterher zB. über ein Knalltrauma oder einen Tinitus klagt, hilft dem Jäger genau NIEMAND!
Zitat:
Ein Jäger, vielleicht auch noch mit Großwilderfahrung, sollte doch eher wissen wie und wo er einen Bullen treffen muß, damit der umfällt, als ein Polizist.
Die Schachtel Patronen wäre es mir wert!


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BeitragVerfasst: 19. Mai 2016, 09:53 
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Beiträge: 92
Zitat:
Die Schachtel Patronen wäre es mir wert!

Sehr Tierfreundlich.
Was kann der Stier dafür, dass ein Polizist vielleicht einige Magazine (eine Schachtel) braucht?

Die möglichen rechtlichen Probleme für den Jäger verstehe ich, doch ist ein gekonnter Schuss die beste und sauberste Lösung.


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BeitragVerfasst: 19. Mai 2016, 09:57 
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Registriert: 24. März 2010, 22:08
Beiträge: 246
Zitat:
Zitat:
Die Schachtel Patronen wäre es mir wert!

Sehr Tierfreundlich.
Was kann der Stier dafür, dass ein Polizist vielleicht einige Magazine (eine Schachtel) braucht?

Die möglichen rechtlichen Probleme für den Jäger verstehe ich, doch ist ein gekonnter Schuss die beste und sauberste Lösung.
++1
Sehe ich auch so!

und

Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben. :roll:

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BeitragVerfasst: 19. Mai 2016, 14:13 
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Beiträge: 110
Tja, das ist wirklich eine schwierige Sache ...

Ein Bekannter von mir ist sehr aktiver Jäger und hat einmal auf Ersuchen des Besitzers einen entlaufenen Stier, den er nicht mehr einfangen konnte, erschossen ... das haben dann irgendwelche Tierschützer angezeigt und er hätte beinahe seinen Jagdschein verloren, hatte ein Strafverfahren und musste sich einen Anwalt nehmen etc.. Er würde in einer solchen Situation nie mehr helfen!

Das Problem ist, dass Stiere nicht dem Jagdrecht unterliegen und somit der Waffengebrauch nicht dem Jagdgesetz unterliegt. Andererseits erlaubt das diesbezüglich (damals auf Betreiben der Grünen) so eng formulierte Tierschutzgesetz das Töten von Wirbeltieren nur einem Tierarzt, außer die rasche Tötung ist erforderlich um dem Tier unbehebbare Qualen zu ersparen (was bei einem frei laufenden Stier nicht der Fall ist).

Im Sicherheitspolizeigesetz und Waffengebrauchsgesetz konnte ich auch keine Bestimmung finden, die eine Beauftragung durch die Polizei im Rahmen der Gefahrenabwehr ermöglichen würde (damit wäre dann auch die Amtshaftung etc analog anzuwenden) - es ist gem. Waffengebrauchsgesetz allerdings den Beamten erlaubt andere als die Dienstwaffen zu verwenden - das heißt man könnte tatsächlich dem Polizisten das Gewehr anbieten (aber will man das?).

Es bleibt also bei den allgemeinen Bestimmungen des Strafrechts und des ABGB was Rechtfertigung und Schadenersatz betrifft - also ein wahrlich glattes Parkett.

Bei meinem Bekannten war damals das Problem, dass angeblich die Gefährdung durch den Stier nicht konkret genug war.

Das kennt man ja von z.B. Waffenpassproblematik, dass Gefährdungspotentiale von Laien am Schreibtisch beurteilt werden - reine Willkür!

Wh vom Hafidriver

Leider scheint es hier wirklich


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BeitragVerfasst: 23. Mai 2016, 05:38 
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Registriert: 18. Juni 2013, 07:55
Beiträge: 7
Zitat:
Zitat:
Tja, wie ich immer sage: Hängt die Grünen solange es noch Bäume gibt!
Diese grüne Verbotsideologie ist ein Auswuchs der Dekadenz der letzten Jahrzehnte. Hausverstand sucht man bei den Anhängern dieser Ökosekte vergebens.
Hausverstand ist heutzutage sowieso Mangelware,...
Sei es Politik oder Otto Normalverbraucher.

Keine Ahnung was die Polizei in ihren Aug's für Munition hat.
Ich bezweifele aber die nötige Energie um für ein schnelles "Tierschutz" Gerechtes verenden zu sorgen.
Zumin. mit einem Schuss, von der Glock sag ich jetzt mal nix.
(Treffer ins ZNS auch aussen vor)


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BeitragVerfasst: 23. Mai 2016, 06:40 
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Registriert: 16. Januar 2009, 21:04
Beiträge: 737
Wohnort: Österreich
Die Polizei verfügt am Land in der Regel nicht über mehr als 9mm.
Aber selbst die .223 ist "etwas schwachbrüstig" für einen Stier.

Ins ZNS muss man erst mal vordringen.

_________________
Wer seine Waffen zu Pflugscharen schmiedet wird für jene pflügen, die dies nicht getan haben.


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