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BeitragVerfasst: 29. April 2018, 09:22 
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Hier ein Thema dass sicher für einige eine Überlegung Wert ist:

- Aktuell darf man in Österreich ausschließlich AR-15 Halbautomaten mit "Direct Inpingment" Gassystem kaufen.
Sprich: Man hat damit eine super-modulare und relativ günstige Waffe, kompatibel mit Zubehör aus der ganzen Welt - die jedoch eine mords Sauerei beim Schießen verursacht (da die Gase direkt zum Verschluss geschickt werden und alles immer schön "fettig" sein muss) und dadurch ziemlich blöd zu Reinigen geht.

- Halbautomaten mit "Piston System" darf man in Österreich ja auch kaufen, jedoch nicht im AR-15 style (AUG, Sig 550, BAR, und fast alles andere was man legal bekommt ist ja "Piston Driven").
"Piston Driven" AR-15 (von Sig Sauer, z.B.) gibt es, sind in Österreich aber (noch) nicht zugelassen.

Dazu die Überlegung:
Es gibt ja mittlerweile "Gas Piston Conversion Kits" zu kaufen. Von Superlative Arms, Adam Arms, etc (auch bei Brownells Germany zu kaufen).
Eigentlich beinhalten diese Sets nur "Frei Teile" (Verschlusstraeger, GasPort und einen Kolben im grossen und Ganzen) - und mit 300-400 Euro und etwas Handarbeit kann man den haupt -Nachteil der AR-15 zu anderen Halbautomaten beheben.

FRAGE:
Angenommen ich kaufe mir das ganze (sollte kein Problem sein, da alles nur "Freie Teile") und montiere es auf meiner AR-15 -> Darf ich das? Würde das laut österreichisches Gesetz irgendwie problematisch werden?
(Lauf und Verschlusskopf bleiben ja unverändert, grundsätzlich wird nur der Gaskolben nach VORNE verlagert).

Vielen Dank im Voraus! :wink:

Christian

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BeitragVerfasst: 29. April 2018, 16:18 
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Das Thema sorgt immer wieder für kontroverse Ansichten.
Im Grunde dürfte nichts dagegensprechen, denn wie richtig angeführt verändert man ja keine waffenrelevanten Teile. Wäre das verboten, dürfte man ja auch keinen anderen Ladehebel, beidseitige Sicherung oder Abzug verbauen.
Andererseits gibt es die Meinung, dass das Gewehr mit dem offenen Gassystem so zugelassen wurde und daher in dem Bereich nicht verändert werden darf. Genaueres erschliesst sich wahrscheinlich erst, würde man den genauen Zulassungsbescheid für das jeweilige Gewehr zur Hand haben. Wenn da drin stehen würde, dass es sich um ein offenes Gassystem handeln muss, wäre der Einbau eines Gaskolbensystems wohl nicht gestattet. Leider weiss ich nicht, wo man den jeweiligen Bescheid einsehen könnte, das Netz gibt nichts her bei mir.

MfG
Resistance

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„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

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BeitragVerfasst: 29. April 2018, 18:14 
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Hallo Resistance,

Vielen Dank für deine Rückmeldung und deine Bemerkungen.
Genau so geht es mir auch: Im Netz scheint keiner (zumindest in Ö) genaueres zu wissen, und wenn: Wie bei Vieles gibt es wieder viele unterschiedliche MEINUNGEN - aber leider keine KLARE AUSSAGEN auf die man sich zu 100% verlassen kann :cry:


Und weil ich um nichts besser bin, hier meine Meinung zum Thema :mrgreen: :

- Kaufen sollte ja ganz normal gehen da keine "melde-pflichtigen" Teile - alternative Verschlussträger und Gasblocks gibt's ja auf mehreren .AT Seiten schon längst Online zu kaufen (shootingworld.at z.B.).

- Halbautomaten mit "Gas-Piston" - Systeme sind an für sich ja auch nicht verboten, sonst gäbe es keine Aug-Z im Umlauf.

Somit...
Würde das Gesetz mit gesundem Hausverstand entscheiden, wäre das ganze sicher OK da ich das Verhalten und die Wirkung der Waffe damit in keiner Weise ändere (Im Grunde ändert sich das Verhalten der Waffe stärker wenn ich einen Match-Abzug montiere...)

Nur möchte wohl (verständlicherweise!) keiner der erste sein der so ein Teil kauft - montiert - damit "erwischt" wird, und dann richtig fertig gemacht wird und als Exempel dienen darf (warum auch immer - mit derart unklare Gesetze ist ja alles möglich!!) :shock:

Möchte sich keiner als "Test - Subjekt" opfern? Ich würde 50 Euro für den Mut spendieren :lol:

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BeitragVerfasst: 30. April 2018, 07:22 
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Zitat:
- Halbautomaten mit "Gas-Piston" - Systeme sind an für sich ja auch nicht verboten, sonst gäbe es keine Aug-Z im Umlauf.
Eben, daher würde ich auch davon ausgehen, dass das kein Problem sein kann.
Zitat:
Würde das Gesetz mit gesundem Hausverstand entscheiden
Hier liegt das grundsätzliche Problem.
Solltest du einen Kauf/Einbau ins Auge fassen, würde ich eine Rechtsauskunft empfehlen.

MfG
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BeitragVerfasst: 30. April 2018, 08:19 
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Zitat:
§ 44. Die Behörde stellt auf Antrag fest, welcher Kategorie eine bestimmte Schußwaffe zuzuordnen
ist und gegebenenfalls ob nur bestimmte Regelungen dieses Bundesgesetzes (§ 45) auf sie anzuwenden
sind. Im Falle von Schusswaffen, die Kriegsmaterial sind, trifft diese Feststellung der Bundesminister für
Landesverteidigung und Sport.
Wobei der zweite Satz aus Gründen der Rechtssicherheit in der Verwaltung gerichtlich aufgehoben wurde. Die Zuständigkeit einer Behörde hat zu Beginn des Verfahrens bereits festzustehen und kann sich nicht erst im Laufe des Verfahrens ergeben. Wenn zB die Waffenbehörde feststellen wollte, dass eine bestimmte Waffe KM ist, dann wäre sie deswegen nicht mehr zuständig; stellt nun das BMLVS (welches es ja aktuell nicht mehr in dieser Form gibt) fest, dass dieselbe Waffen KEIN KM ist, dann wäre es deswegen auch nicht mehr zuständig.

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„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

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BeitragVerfasst: 30. April 2018, 10:39 
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Ich bin kein Rechtsexperte, aber was hat der § 44 WaffG mit dem Umbau auf Piston-System zu tun? Nach meiner (laienhaften) Interpretation ist der § 44 dahingehend relevant, als er für die erstmalige Zulassung einer Waffe gilt, die ein Hersteller in Österreich zum Verkauf anbieten will. Bitte um Aufklärung.

Wesentlich halte ich bei diesem Thema den § 2 WaffG:
Zitat:
§ 2. (1) Schusswaffen sind Waffen, mit denen feste Körper (Geschosse) durch einen Lauf in eine bestimmbare Richtung verschossen werden können; es sind dies Schusswaffen
1.
der Kategorie A (§§ 17 und 18);
2.
der Kategorie B (§§ 19 bis 23);
3.
der Kategorien C und D (§§ 30 bis 35).
(2) Die Bestimmungen über Schußwaffen gelten auch für Lauf, Trommel, Verschluß und andere diesen entsprechende Teile von Schußwaffen - auch wenn sie Bestandteil eines anderen Gegenstandes geworden sind -, sofern sie verwendungsfähig und nicht Kriegsmaterial sind. Sie gelten jedoch nicht für Einsteckläufe mit Kaliber unter 5,7 mm.
(3) Schusswaffen, einschließlich der als Kriegsmaterial gemäß § 1 Art. I Z 1 lit. a und b der Verordnung der Bundesregierung vom 22. November 1977 betreffend Kriegsmaterial, BGBl. Nr. 624/1977, anzusehenden Schusswaffen, die jeweils gemäß § 42b deaktiviert worden sind, sind keine Waffen im Sinne dieses Bundesgesetzes.
Daher leite ich ab, dass schusswaffenrelevante Teile gem. Gesetz Lauf, Verschluss/Trommel und diesen entsprechende Teile sind. Da hier weder Lauf noch Verschluss (lediglich der Verschlussträger) getauscht werden, sollte das eigentlich rechtskonform sein.

MfG
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BeitragVerfasst: 30. April 2018, 13:20 
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Für die gestellte Frage (ob die Einstufung als "modernes Sportgewehr" durch den angedachten Umbau erlöschen würde) ist letztendlich die Waffenbehörde zuständig. Wenn man eine rechtsverbindliche Antwort haben möchte, anstatt sich auf die bereits angesprochenen Meinungen zu verlassen, dann wird wohl nur dieser Weg offen bleiben.

IIRC gelten als "wesentliche Teile" einer Schusswaffe jedenfalls jene, die mit dem Druck der heißen Gase belastet werden. Was für das Gasrohr wiederum nur bedingt zutrifft, da der Druck durch die kleine Überströmbohrung bereits vermindert wird. Außerdem repetiert ein Kolbensystem tendenziell früher, da sich das Gas nicht so weit bewegen muss.

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BeitragVerfasst: 11. Mai 2018, 23:58 
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Zitat:
Für die gestellte Frage (ob die Einstufung als "modernes Sportgewehr" durch den angedachten Umbau erlöschen würde) ist letztendlich die Waffenbehörde zuständig. Wenn man eine rechtsverbindliche Antwort haben möchte, anstatt sich auf die bereits angesprochenen Meinungen zu verlassen, dann wird wohl nur dieser Weg offen bleiben.

IIRC gelten als "wesentliche Teile" einer Schusswaffe jedenfalls jene, die mit dem Druck der heißen Gase belastet werden. Was für das Gasrohr wiederum nur bedingt zutrifft, da der Druck durch die kleine Überströmbohrung bereits vermindert wird. Außerdem repetiert ein Kolbensystem tendenziell früher, da sich das Gas nicht so weit bewegen muss.
Hallo Gunter,

Ich hab meiner Waffenbehörde (BH Klagenfurt-Land) eine Anfrage zum Thema gesendet - und ich werde selbstverständlich jede Antwort die ich dazu bekomme hier posten.

Aber Falls ich auch hier keine klare Auskunft bekomme, ist jeder willkommen meinen Text als Vorlage für eine Anfragen an der eigenen Waffenbehörden zu nutzen - also hier was ich gesendet habe:

"

Sehr Geehrte Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt / Klagenfurt Land,


Hiermit möchte ich mich bei Euch, auch im Nahmen vieler anderen Sportschützen die sich die gleiche Frage stellen, über die Zulässigkeit laut Österreichisches Gesetzt von folgenden Zubehör-Sets für Gewehre vom Typ AR-15 bestehend aus "Freie Teile" erkundigen:

In Deutschland - sowie andere Nachbarländer - sind schon seit länger Zeit sogenannte "PISTON KIT" Umrüstungen für AR-15 Halbautomaten verfügbar:
Diese bestehen gänzlich aus "Freie Teile" (Verschlussträger, Gasport und einen Gaskolben) und können daher problemlos und selbst in Deutschland ohne jeder Registrierpflicht erworben werden .

Diese Sets verändern in keiner Weise das Schussverhalten der Waffe: Was damit erreicht wird ist lediglich folgendes ->

Die für die Funkion der Waffe benötigten Gase werden "weiter Vorne" abgenommen: Der Gasdruck-Kolben würde sich damit nicht mehr IM VERSCHLUSS befinden ("Direct Impingment") sondern direkt neben dem Lauf (daher "Piston System", ähnlich wie bei Steyr Aug Z und anderen bereits als Kat. B zugelassenen Systeme).

Was man mittels "Piston Kits" bezwecken moechte:

Da die Gase nicht mehr bis zum Verschluss zurück geleitet werden sondern bereits neben den Lauf abgenommen werden, bleibt der Verschluss beim Schießen sauberer und daher wird die Waffe einfacher zu reinigen und erhalten

die Waffe erhitzt weniger da keine heiße Gase die bei jedem Schuss im Verschluss geleitet werden

Überdruck wird direkt dort wo er entsteht (vorne, am Lauf) und nicht mehr am Verschluss (direkt vor dem Gesicht des Schützen) abgeleitet.

All diese Eigenschaften, und daher Vorteile gegenüber "direct Inpingment" -Selbstlader vom Typ AR-15 haben bereits die in Österreich als Kat. B zugelassenen Gewehre vom Typ Steyr Aug Z.

Somit zur Frage:

Darf man diese bereits frei erwerbbare und nicht registrierpflichtigen Teile dann auch auf in Österreich als Kat. B zugelassenen Halbautomaten vom Typ AR-15 installieren, ohne das österreichisches Waffengesetzt zu verletzen?


Hier als Beispiel ein Link zu Brownells Deutschland, wo man eines dieser Teil online bestellen kann:

https://www.brownells-deutschland.de/AR ... -100020586


Vielen Dank in Voraus,

"

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BeitragVerfasst: 16. Juli 2018, 21:01 
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An alle Interessierten:

Gute Nachrichten zum Thema!
Das große Dilemma scheint sich langsam und fast von selbst zu lösen! 8) 8) 8)

Ich hab zwar noch immer keine erhoffte Antwort von meiner Behoerde bekommen... aber sieht mal da:
Ab September werden VORAUSSICHTLICH wohl die ersten "PISTON DRIVEN" AR-15 als KAT.B Waffen erwerbbar sein!
Dabei handelt es um die Modelle Sig Sauer 516 Patrol .223 / 716 Patrol .308, wie aus der Beschreibung "Ausgestattet mit Gasgestängesystem".

Hier aus mehreren Quellen:

https://www.waffengebraucht.at/waffen/s ... ich--81705

https://www.waffengebraucht.at/waffen/m ... men--81678

https://www.waffengebraucht.at/waffen/m ... ich--81398

https://www.pulverdampf.com/viewtopic.php?f=2&p=666472

Somit -> Werden die ersten AR-15 Halbautomaten mit Gasgestängesystem als KAT.B Halbautomaten zugelassen, wird es wohl kein grosses legales Problem mehr sein die eigene AR-15 auf Gaskolben umzuruesten.
Bez. kann man sich wohl einfach frei erwerbbare und zugelassene Gaskolben + Gasentnahme + Verschlusskopftraeger von SIG Sauer besorgen.
Bez. kann man sich dann einfach eine SIG Patrol 516 oder 716 kaufen wenn man auf "Direct Inpingement" verzichten moechte :idea:

Ich weiß, das mag wohl kein großes Ding sein - ich freue mich aber über jede Neuzulassung und jede Lockerung des Gesetzes :D

Damit kann ich nur sagen -> Warten wir's mal ab, sehen wir was passiert - und die Hoffnung stirbt zuletzt! :lol:

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BeitragVerfasst: 17. Juli 2018, 06:25 
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Deine Schlussfolgerung ist leider nicht richtig.

Eine Zulassung eines Piston ARs ändert nichts an der Einstufung der anderen ARs. Was Sache ist und was nicht steht im jeweiligen Bescheid, den aber nur der jeweilige Händler kennt der den Bescheid erhalten hat und er gilt nur für das entsprechende Fabrikat. Ansonsten müsste man ja auch daraus schließen können, dass damit baugleiche Waffen anderer Hersteller ebenfalls zugelassen wären, was aber definitiv nicht der Fall ist.

Wer also ein Piston AR möchte wird sich ein Sig kaufen müssen.


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BeitragVerfasst: 17. Juli 2018, 11:30 
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Ich habe mal bei Oberland Arms nachgefragt, ob der Bescheid betr. ihrer in Österreich zugelassenen Gewehre betr. eines Gaskolbensystems verfügbar ist und weiters, ob ein Umbausatz von OA geplant wäre.
Hier die Antwort:
Zitat:
Hallo Herr XXXXX,

danke für Ihre Mail.

Die Frage könnte sicher nur durch eine Anfrage beim Ö-BMI geklärt werden, wovon ich aber dringend abrate.
Bei der Zulassung wurde schwerpunktmässig das Abzugssystem und der Verschluss geprüft um 1. sicherzustellen, dass kein Dauerfeuer möglich ist und 2. keine Verschlussteile von Kat A Waffen in die Waffe passen.
Der Adams Arms Umbausatz "könnte" als Kat A angesehen werden. Wenn er also in die Waffe passt, könnte das nachteilig werden. Über Logik brauchen wir uns bei Behördenpraktiken nicht zu unterhalten.
Letztendlich bringt so ein Piston Nachrüstsatz auch keine Vorteile . Wir haben das alles ausprobiert.
Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben.

--
Mit freundlichen Grüssen / best regards
Man könnte nun beliebig bei Schmeisser oder auch Hera Arms nachfragen, ich bin aber überzeugt, dass man die selbe Antwort erhalten würde. Somit ist wohl klar, dass ein Umbau u. U. Probleme mit sich bringen würde. Es ist halt wie mit einem Radarwarner - kaufen und besitzen darf man den, verwenden allerdings nicht.

MfG
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Macchiavelli

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BeitragVerfasst: 24. Juli 2018, 13:04 
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:shock:

Ok... nevermind (war da wohl etwas zu optimistisch gedacht...)

Aber immerhin ->
1) Good News: Man kann sich demnächst einen Sig "Piston" Ar-15 kaufen!

2) "Letztendlich bringt so ein Piston Nachrüstsatz auch keine Vorteile . Wir haben das alles ausprobiert"

Das denke ich mittlerweile auch :mrgreen:

Für Sportschützen wird sogar die direkte Gasentnahme empfohlen, da der Lauf damit freier schwingen kann / weniger Masse bewegt wird... und dank Latexhandschuhe und brutalster Chemie macht mir die Reinigung meiner AR in der Zwischenzeit auch nicht mehr viel aus 8) :lol:

Also - fuer mich ist das Thema damit abgeschlossen :)
Vielen Dank noch für alle Inputs und Rückmeldungen von Eurer Seite! Ihr habt mir damit sicherlich viel Ärger (oder zumindest Risiko) erspart.. wenn man bedenkt dass ich schon einen Maus-Klick vor der Online-Bestellung eines Piston-Kits entfernt war!!! :roll: :mrgreen:

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