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BeitragVerfasst: 19. Juli 2018, 10:25 
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https://derstandard.at/2000083704369/Mo ... zugenommen

https://diepresse.com/home/panorama/oes ... etz-wirkte


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BeitragVerfasst: 19. Juli 2018, 10:41 
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Und die betreffende neue Studie:
https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber- ... izidraten/


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BeitragVerfasst: 19. Juli 2018, 21:30 
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Man nimmt also nur das kleine Segment der Schusswaffentaten heraus.
Die Studie unterscheidet auch nicht zwischen legalen und illegalen Tatwaffen.
Auch werden der Zuwachs der Einwohnerzahl Österreichs und die Herkunft der Täter (Fremde) nicht berücksichtigt.

Daher ist diese Studie nach meinem Ermessen nach für den Kübel.

Von 1997 (Inkrafttreten des WG 1996) bis 2016 ist die Bevölkerungszahl in Österreich um 9,2 % gestiegen.

Von 1997 (Inkrafttreten des WG 1996) bis 2016 hat sich die Zahl der fremden Täter (beim Delikt § 75 StGB - Mord) fast verdoppelt! (von 39 auf 76)


Es würde mich nicht wundern, wenn mit dieser besorgniserregenden Studie eine massive Verschärfung (im Zuge der Umsetzung der EU-Feuerwaffen-Richtlinie) vorbereiten werden sollte. Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die ÖVP sich vehement gegen den fertigen Umsetzungsvorschlag der Legisten im Innenministerium widersetzt, weil dieser für die ÖVP zu wenig streng ausgefallen ist.
Karas, Freunde und Freundinnen, würden sicher von Herzen gerne Österreich bei der Umsetzung der EU-FW-RL als Musterschüler der EU vorzeigen. Herrn Junker (das ist der Herr mit Ischias) würde das sicher auch gerne so sehen.

Mordzahlen (und Mordversuch) von 1997 bis 2016:

1997 139
1998 159
1999 109
2000 181
2001 150
2002 168
2003 142
2004 170
2005 146
2006 146
2007 113
2008 101
2009 141
2010 162
2011 166
2012 185
2013 159
2014 105
2015 93
2016 112

Die Morde insgesamt sind also gefallen.

Selbsttötungen:

Seit 1945 stieg die Zahl der Selbsttötungen pro Jahr kontinuierlich an. Ab 1986 gingen die Suizide kontinuierlich zurück. Bis zum vorläufigen Tiefststand im Jahr 2016 mit 1.204 Selbsttötungen.

Die in der gegenständlichen Studie angeführte Senkung der Suizide soll also durch die Verschärfung des Waffengesetzes 1996 (Inkrafttreten 1997) eingeleitet worden sein? Warum sind dann die Suizide schon seit 1986 kontinuierlich gefallen?

Wie würden sich die Autoren der Studie erklären, dass in Japan (23,1 auf 100.000 Ew.) mit einem Total-Schusswaffenverbot die Suizidrate wesentlich höher liegt als in Österreich (15,6 auf 100.000 Ew. - Quelle: Suizidraten Wikipedia).


Ob das ein Zufall ist:

https://science.orf.at/stories/2925360/

Hunderttausende unseriöse Studien

Habt ihr es auch gelesen?

"Alleine beim Raubverleger OMICS wurden in den vergangenen 18 Jahren mehr als 120 Studien mit Autoren und Autorinnen aus Österreich gefunden. Fast zwei Drittel von ihnen stammen von medizinischen Institutionen..."

Bitte, das ist nicht von mir, sondern von "science.ORF.at/dpa"


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2018, 21:59 
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Ein weiteres Beispiel:

In der Zeit von 1982 bis 1997 (Inkrafttreten des WaffG 1996) ist die Anzahl der Waffenbesitzkarten in Österreich um satte 80 % angestiegen (von 189.400 auf 342.100). Im selben Zeitraum sind aber die Selbstmorde um 23 % gesunken (von 2.068 auf 1.592)! Auch die Morde sind in diesem Zeitraum um 5 % gesunken (von 147 auf 139).

Mit dem Anstieg der Waffenrechtlichen Urkunden kann man den Anstieg der Anzahl der Waffen 1 : 1 annehmen. Wenn also die Möglichkeit des Zugriffes auf Waffen automatisch mehr Morde und Selbstmorde bedingen würde, könnte man das an den Zahlen der Kriminal- beziehungsweise der Suizidstatistik ersehen. Das ist aber eindeutig nicht der Fall!

Mit der MedUni-Studie scheint also einiges nicht zu stimmen. Jedenfalls stimmt es nicht, dass erst das strenge WaffG 1996 ein Sinken der Suizide herbeigeführt hätte.


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BeitragVerfasst: 22. Juli 2018, 11:41 
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Beiträge: 1237
Wohnort: Wean
Danke für deine Ausführungen, Franz! Sehr schön erklärt. Leider sind sonst niemandem diese Ausführungen einen Kommentar wert.
Nix mehr los hier. Bedauerlich.

Peter


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BeitragVerfasst: 22. Juli 2018, 15:59 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:22
Beiträge: 621
Wohnort: Wien
Aber sei nicht so negativ, Peter!

Die Ausführungen von Franz sind als Argumentationshilfe extrem wichtig!
Ich verwende sie oft in Diskussionen zum Thema Schusswaffen.
Auch als Grundlage von Leserbriefen sind sie hervorragend geeignet.
Man muss halt möglichst viele Leute mit diesen Argumenten erreichen.

Freundliche Grüsse,
fischeg3
4998


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BeitragVerfasst: 22. Juli 2018, 21:26 
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Beiträge: 172
Ich bin froh, dass im IWÖ-Forum nicht mehr so viel gepostet wird. Hier mussten wir bekanntlich einige Diskussionen abdrehen. Das hat dann viele Hitzköpfe vergrämt und die sind uns (gottseidank) davongelaufen.
Es geht aber nicht anders. Vieles hat im IWÖ-Forum einfach nichts verloren. Deshalb bin ich froh, dass es das Pulverdampf-Forum und das "politische Forum" gibt.
Die IWÖ ist eine überparteiische Vereinigung. Zulange wurde unser Forum missbraucht. Und selbst wir Moderatoren mussten uns fügen, weil es von höchster Stelle gedeckt wurde. Aber das ist jetzt Geschichte.

Ich stelle bei den täglichen Hits fest, wie viele Leute unsere Beiträge lesen. Daher stelle ich meine Daten gerne zur Verfügung. Sogar im Standard-Forum wurden sie kürzlich verwendet. Dafür mache ich mir die Mühe. Selber schreibe ich in fremden Foren nicht mehr. Man sollte wissen, wann man sich zurückziehen sollte.


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BeitragVerfasst: 23. Juli 2018, 21:01 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
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Ich hab es gefunden:

Bitte lest euch den Artikel von Professor Franz Császar durch:

Viele Waffen - viele Selbstmorde?

IWÖ-Nachrichten Nr. 3 aus 2006, Seite 13

https://iwoe.at/wp-content/uploads/2013 ... EN3-06.pdf


Professor Császár behandelt 2006 exakt das Thema der eben erschienen Studie (!). Es handelt sich offensichtlich um die selbe Studie, die anscheinend jetzt (wie auf Bestellung), zeitlich angepasst, wieder aufgewärmt wurde.

Es wäre eine Überheblickeit meinerseits, wenn ich den Worten von Prof. Császàr vorgreifen würde!


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BeitragVerfasst: 23. Juli 2018, 21:48 
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Registriert: 7. Juli 2006, 20:02
Beiträge: 80
Zum Eintrag von FSchmidt vom 19. Juli über den Hinweis von ORF-Science über die Fake-Studien hat der ORF derzeit noch einen beachtenswerten Beitrag in der ORF-TVThek:

https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/121 ... n/14336408

Ich schätze, dass das ORF-Video am 26. Juli wieder gelöscht wird. Also vorher ansehen!


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BeitragVerfasst: 23. Juli 2018, 23:16 
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Beiträge: 172
Weiterer brillianter Fachartikel von Professor Franz Császár in den IWÖ-Nachrichten:

IWÖ-Nachrichten 04/2006, Seite 16 - 18

Keine Waffen - viele Selbstmorde!


https://iwoe.at/wp-content/uploads/2013 ... -06neu.pdf

Wie ich schon oft geschrieben habe, wurde in den IWÖ-Nachrichten schon sehr viel berichtet, worüber in den diversen Foren noch immer angefragt wird. Ich kann nur wieder empfehlen das Archiv der IWÖ-Nachrichten durchzusehen. Es lohnt sich immer wieder:

[color=#0000FF]https://iwoe.at/archiv/i ... v/[/color]


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BeitragVerfasst: 24. Juli 2018, 10:31 
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Beiträge: 172
Weitere Fundstellen zu Waffenbestiz und Selbstmordraten:

IWÖ-Nachrichten Nr. 1/2006, Seite 37, Dipl.-Volkswirt Christian Westphal, Die "Kapusta-Studie" unter der Lupe

https://iwoe.at/wp-content/uploads/2013 ... _01-13.pdf

IWÖ-Nachrichten Nr. 2/2013, Seite 5 - 6, Dan Gifford und Gerry Mauser, Waffenbesitz und Selbstmordraten

https://iwoe.at/wp-content/uploads/2013 ... _02-13.pdf


Wer zu spät kommt und die IWÖ-Nachrichten nicht liest, den bestraft das Leben!


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BeitragVerfasst: 24. Juli 2018, 13:55 
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Beiträge: 15
Wohnort: Windisch Bleiberg
Vielen Dank für die detaillierte und sachliche Aufklärung!

Es ist schon wichtig dass wenigstens WIR wissen was Sache ist - sonst kann man uns irgend einen Mist erzählen, und wenn wir an dann den Blödsinn glauben leisten wir auch keinen Widerstand... :|

_________________
.22lr, 9mm Luger, .223, 8x57IS, .12 for Meditation :lol:


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BeitragVerfasst: 24. Juli 2018, 14:36 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 172
Zitat:
Es ist schon wichtig dass wenigstens WIR wissen was Sache ist - sonst kann man uns irgend einen Mist erzählen, und wenn wir an dann den Blödsinn glauben leisten wir auch keinen Widerstand...
Das sollte aber nicht genug sein. Wir sollten uns mittels Lesebriefen all den Medien, in denen diese Studie erschienen ist - und das waren fast alle MSM - zu Wort melden und arauf reagieren. Das wäre eine super Möglichkeit gewesen uns in Szene zu setzen. Dass das geht, habe ich selber längst bewiesen. Von mir alleine sind schon 120 Leserbriefe nur über die Waffendebatte erschienen. Aber seit so viele Besserwisser auf den verschiedenen Plattformen erschienen sind die der IWÖ erklären wollen wie es geht, habe ich aufgehört zu schreiben. Und siehe da, außer ganz wenigen meiner Mitstreiter, ist nur Schweigen im Walde festzustellen. Das Feld wird kampflos den Waffengegnern überlassen.
Keiner rührt sich, keiner Schreibt was. Alle begnügen sich damit sich auf ihren Plattformen gegenseitig zu beweihräuchern.

So schaut es leider aus!


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BeitragVerfasst: 24. Juli 2018, 15:33 
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Registriert: 23. Juli 2013, 17:23
Beiträge: 13
FSchmidt hat völlig recht. Ich bin aber auch der Meinung, dass auch
die IWÖ selbst solche Leserbriefe hochoffiziell versenden sollte.
Es wirkt in den Medien sicher authentischer wenn eine Organisation
dahinter steht, als wenn man als Herr XY eine Gegendarstellung schreibt.

Außerdem würde es die Buchstaben "IWÖ" (plus Langtext) bei regelmäßigem
Erscheinen nach Anlaßfällen in der Öffentlichkeit bekannter machen.

IWÖ 1770


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BeitragVerfasst: 24. Juli 2018, 16:32 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 172
Schon richtig, geschätzter Wora, aber sie lenken (bewußt?) vom tatsächlichen Problem der vielen Trittbrettfahrer ab.

Die IWÖ (im Vorstand), das sind eine Handvoll Leute. Fast alle sind berufstätig und alle üben ihre Funktionen im Vorstand ehrenamtlich aus.

Der Büroleiter, der hat Arbeit, dass kann sich kein Außenseiter überhaupt vorstellen. Niemand unterstützt ihn bei seiner Arbeit im Büro. Ich kann das auch nicht, ich wohne 150 km weit weg.

"Die IWÖ" das sind aber tatsächlich laut Mitgliederdatei etwa 5.000 Einzelmitglieder. Und keiner rührt sich. Jeder verlässt sich auf die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Von denen bekommt auch keiner was bezahlt, falls einer das denkt.

Ich selber war mit meinen 120 Leserbriefen nie "die IWÖ." Ich hatte auch niemals ein Amt innerhalb der IWÖ - abgesehen vom Kassaprüfer - inne. Ich schrieb immer als Privatperson Franz Schmidt. Das könnte auch jeder andere tun. Nur, da fehlt es offensichtlich am Willen.


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