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 Betreff des Beitrags: Wie sicher sind Schüttpackungen?
BeitragVerfasst: 10. November 2018, 12:20 
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Soll nicht vorkommen, kommt sicher kaum vor - aber was ist, wenn es doch passiert: Eine Schüttpackung Munition fällt vom Container, vom Regal, aus der Hand beim Transport.

Bei einer Packung 9mm oder anderen Patronen mit Zentralfeuerzündung wird wohl nichts passieren, da kaum anzunehmen ist, dass gerade ein Zündhütchen durch ein Projektil so unglücklich getroffen wird, dass es losgeht. Und das Pulver sollte die Erschütterung aushalten.

Wie ist es aber bei einer .22er-Munition? Da hier ja der gesamte Hülsenboden schlagempfindlich ist, könnte doch eine Patrone losgehen - oder?


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BeitragVerfasst: 10. November 2018, 16:54 
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Da die Patrone sehr leicht ist, wird sie nie die benötigte Energie zum Zünden erreichen.

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Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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BeitragVerfasst: 12. November 2018, 09:22 
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Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Hersteller ihre Originalgebinde fallsicher herstellen und testen. Da gibt es diverse Normen, die einzuhalten sind. ZB auch bei Komponenten sind die Zündhütchen einzeln in Vertiefungen von Plastiktrays verpackt, da lose Zündhütchen explosionsgefährlich sind; oder auch die Pulverflaschen schon bei niedrigem Druck an der Naht aufreißen müssen, damit das progressive Pulver eben nicht schnell abbrennt.

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„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

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BeitragVerfasst: 12. November 2018, 23:52 
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Registriert: 11. Februar 2011, 21:00
Beiträge: 160
Zitat:
Da die Patrone sehr leicht ist, wird sie nie die benötigte Energie zum Zünden erreichen.

Das ist nicht richtig.

Es gab vor einigen Jahren einen Unfall auf einem Schießstand.
Die aus einer Pistole ausgeworfene Hülse 9x19 traf die geöffnete Packung Patronen die am Tisch lag. Dabei traf der Hülsenrand das nach oben zeigende Zündhütchen welches zündete u. damit die Patrone zur Detonation brachte.

Das Geschoß lag in unmittelbarer Nähe, die Hülse wurde zerrissen, Messingsplitter trafen einen am Stand anwesenden.

Das ganze wurde von der Kriminaltechnik in Wien untersucht u. protokolliert.

Wenn´s jemand nicht glaubt, mir ist´s gleichgültig.

Das ich keine Angaben zu Quellen mache, liegt am Schutzbedürfnis aller beteiligten Personen.

LG Steamy
PS: Fachfragen sollten nur von fachkundigen Personen beantworten werden.

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BeitragVerfasst: 13. November 2018, 09:09 
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Beiträge: 3550
Nachgefragt wurde nach ungeöffneten Originalverpackungen. Der geschilderte Spezialfall betraf eine offene Verpackung.

Apropos "freak accidents":

Bei einem Zugriff einer Spezialeinheit verlor ein Mitglied ein volles Magazin. Dieses fiel so unglücklich auf den harten Boden, dass das Zündhütchen der obersten Patrone durch ein spitzes Steinchen gezündet wurde. Die Hülse blieb im Magazin, das Geschoß war nicht auffindbar.

Inzwischen hat der Magazinhersteller den Aufbau so geändert, dass die gefalzte Blechverkleidung nicht mehr hinten zusammengefügt, und dafür das Zündhütchen vollständig abgedeckt wird.

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BeitragVerfasst: 13. November 2018, 20:58 
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Registriert: 11. Februar 2011, 21:00
Beiträge: 160
Zitat:
Nachgefragt wurde nach ungeöffneten Originalverpackungen. Der geschilderte Spezialfall betraf eine offene Verpackung.
Falsch!

Betrifft den Satz:

"Da die Patrone sehr leicht ist, wird sie nie die benötigte Energie zum Zünden erreichen."

Und was können wir daraus lernen?
(die Antwort lasse ich offen)

LG Steamy

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Mitglied Nr. 370


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BeitragVerfasst: 14. November 2018, 09:12 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3550
Zitat:
...Eine Schüttpackung Munition fällt vom Container, vom Regal, aus der Hand beim Transport.
...Wie ist es aber bei einer .22er-Munition? Da hier ja der gesamte Hülsenboden schlagempfindlich ist, könnte doch eine Patrone losgehen - oder?
Zitat:
Zitat:
Nachgefragt wurde nach ungeöffneten Originalverpackungen. Der geschilderte Spezialfall betraf eine offene Verpackung.
Falsch!

Betrifft den Satz:

"Da die Patrone sehr leicht ist, wird sie nie die benötigte Energie zum Zünden erreichen."

Und was können wir daraus lernen?
(die Antwort lasse ich offen)

LG Steamy
Ich würde aus der Frage ableiten, dass es um eine ungeöffnete Schüttpackung .22lr im Zuge des Transports geht.

Zudem ist die Zündmasse bei Randfeuerzündung - zumindest bei moderner Fertigung - ringförmig im hohlen Rand angebracht und nicht flächig, wie vom OP angenommen. "Eindrücken" vom Hülsenboden führt daher eher nicht zur Zündung, es müsste der Rand gequetscht werden, was außerhalb des Patronenlagers wohl eher sehr unwahrscheinlich ist.

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BeitragVerfasst: 14. November 2018, 15:25 
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Beiträge: 190
Wohnort: Wien
In diesem Video des US SAAMI geht man u.A. auch auf die Frage der Fallsicherheit ein:

"Sporting Ammunition and the Firefighter"
https://www.youtube.com/watch?v=3SlOXowwC4c


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BeitragVerfasst: 16. November 2018, 08:08 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3550
Zitat:
In diesem Video des US SAAMI geht man u.A. auch auf die Frage der Fallsicherheit ein:

"Sporting Ammunition and the Firefighter"
https://www.youtube.com/watch?v=3SlOXowwC4c
Die Fallhöhe von 18m entspricht einer Aufprallgeschwindigkeit von rund 68km/h, also selbst wenn der Munitionstransporter mit 70km/h gegen den Brückenpfeiler fährt kann man den Großteil der Munition danach wieder aufsammeln.

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