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BeitragVerfasst: 22. Juli 2019, 13:45 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 236
Als Dauer-Abonnent des Deutschen Waffenjournals erlaube ich mir die Glosse des Herausgebers Walter Schulz (DWJ 08/2019) vollinhaltlich hier wiederzugeben:


Liebe Leserinnen und Leser!

Haben Sie es schon einmal erlebt, dass eine Gesetzesnovellierung zu einer Vereinfachung von Regelungen und einer Erleichterung für die vom Gesetz Betroffenen geführt hat? Viele Beispiele dürften Ihnen nicht einfallen, und überhaupt keine, wenn Sie legal Waffen besitzender Bürger sind. Betrachten Sie die Zeit zwischen Mitte der 1960er-jahre und heute: Der gesetzgeberische Unfug hat ja bereits mit den Waffengesetzverschärfungen anlässlich der RAF-Morde in den 1970er-Jahren angefangen. Plötzlich wurden Kleinkalibergewehrchen und Doppelflinten erwerbsscheinpflichtig, wurden Bedürfnisanforderungen gestellt, während die jungen Killer der Terrorbande aus gutbürgerlichem Hause mit dem AK-47 und Handgranaten, selbstverständlich nicht auf Waffenbesitzkarte erworben, brutalst zuschlugen.
Einen wahren Verschärfungswahn haben auch die Islamistenanschläge in Frankreich vor wenigen Jahren verursacht. Der legale Privatbesitz großkalibriger Sportwaffen sollte eigentlich unmöglich gemacht werden - ohne dass sich Terroristen um Gesetze scheren.
Das EU-Parlament hat die schlimmsten Auswüchse im Gesetzentwurf kappen können, doch es wird verschärft, auch die deutsche Regierung zieht mit. Lesen Sie die Details dazu auf Seite 17.
Bemerkenswert dabei ist, dass das von der CSU geführte Innenministerium politisch korrekt im Sinne des antifreiheitlichen Mainstreams agiert und brav die Verschärfungen mit vorantreibt. Auch wenn diese dank EU-Parlament halbwegs erträglich
sind, so ist es doch bedenklich, dass nicht einmal ein CSU-geführtes Ministerium Unsinn als solchen erkennt und ablehnt. Genug ist genug - sollte man eigentlich meinen.
Trotzdem fürchte ich, dass die Gründe für Legalwaffenbesitzer zum Klagen erst noch richtig wachsen könnten. Dann nämlich, wenn es zu Neuwahlen kommt - wer weiß, wie lange die jetzige Koalition noch hält. Dann kommen mit großer Wahrscheinlichkeit jene ans Ruder, die den privaten Waffenbesitz schon immer verbieten wollten. Die an mittelalterliche religiöse Eiferer erinnernden Messiasdarsteller der Grünen für die gehobene urbane Mittelschicht könnten die Bundesregierung und über viele Landesregierungen den Bundesrat beherrschen und mit faktenbefreiter Ideologie und
einem nachgewiesenermaßen staatsdirigistischen Politikansatz (wo bleibt da eigentlich die Beobachtung durch den Verfassungsschutz?) unsere freiheitliche Demokratie abwürgen. Bleibt die Frage, wann die Wähler endlich ihren Verstand einsetzen werden

Ihr Walter Schulz


Mit Ausnahme der Terror-Periode in DL und des Parteiennamens könnte man die Glosse 1 zu 1 auf Österreich umlegen.

Als Besitzer ALLER DWJ (1965 bis heute) setzte ich die wohlwollende Einwilligung des Autors voraus. Danke sehr!
Franz Schmidt, Ehrenmitglied der IWÖ


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BeitragVerfasst: 23. Juli 2019, 16:37 
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Registriert: 18. Mai 2013, 09:02
Beiträge: 401
Danke lieber Franz dass du diese Glosse hier im IWÖ Forum veröffentlicht hast!
Es scheint wirklich so zu sein dass "Denken" nicht mehr stattfindet...
Schlimmer noch...die Folgen die durch das befürchtete deutsche Wahlergebnis zu erwarten sind werden für deutsche Legalwaffenbesitzer dramatisch sein!
Das muss in aller Klarheit gesagt werden...die Entwicklungen in Deutschland müssen uns Österreichern bewusst gemacht werden!


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BeitragVerfasst: 24. Juli 2019, 21:20 
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Registriert: 6. Januar 2006, 12:01
Beiträge: 350
Zitat:
Das muss in aller Klarheit gesagt werden...die Entwicklungen in Deutschland müssen uns Österreichern bewusst gemacht werden!
Vor allem deshalb weil wir die deutschen Krämpfe via EU auch aufgedrückt bekommen. Auch darum bin ich für einen OEXIT.

_________________
IWÖ-Mitglied Nr.:4405


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